Stefan.Waidele.info

Studivz vs. WordPress.com

Formulare im Web ausfüllen ist nicht unbedingt meine Lieblingsbeschäftigung – und damit bin ich nicht alleine. (Link zu BasicThinking solbald ich an einem richtigen Rechner bin)

Unabhängig von der Studie, die Robert da entdeckt hat, ist mir selbst aufgefallen, wie „teuer“ schlecht durchdachte Formulare für Webdienste sein können – bzw. wie gut gemachte Sign-Up Lösungen zur „spontanen Viralität“ beitragen können.

Creating a blogZunächst das gut gemachte Beispiel: WordPress.com: Wir sitzten in fröhlicher Runde im Gasthaus Trompete und reden über die Themen des Tourismuscamps. Da stellt sich heraus: Die Studentin, die eine Diplomarbeit über Blogs schreibt, bloggt nicht selbst und liest auch nicht regelmäßig die für ihre Arbeit wichtigen Blogs mit – Skandal!

Mitzulesen wäre zweifelsfrei wichtig. Aber da wir der guten Carolin keinen RSS-Reader auf ihren zuhausegelassenen PC knallen können, stürzen wir uns auf die naheliegendere Möglichkeit: Das UMTS-Handy wird gezückt und wir richten auf WordPress.com ein Blog ein. Nicht gerade der Usability-Traum (speziell da der Empfang auch ziemlich mies ist), aber nach ein Paar Minuten steht das Blog. Hurra!

Ganz anders bei StudiVZ.de: Nach meinem Wochenende im universitär geprägten Umfeld des Tourismus Barcamps (und weil der Zug Verspätung hatte) wollte ich mich hier anmelden. UMTS-Handy raus, Formukar ausgefüllt – und Pech gehabt: Die virtuelle Empfangsdame will meine Hochschule wissen – bietet mir aber keine Eingabefeld an. Dieses wird offensichtlich erst nach Eingabe des Landes per AJAX (?) gefüllt. Und wärend das WordPress-AJAX gut funktioniert, arbeitet der StudiVZ-Code weder im Nokia-Browser meines Communicator E90 noch im nachinstallierten Opera-Mini.

Das war schon auf dem Bahnsteig ärgerlich – am Biertisch hätte ich mich mit einer spontanen Aktion „Komm, ich meld‘ Dich schnell mal an“ ganz schön blamiert – oder zumindest wäre eine Anmeldung für das Social Network weniger zu Stande gekommen. Und genau darauf sind doch alle so scharf: Echte, richtig gute Empfehlungen. Also macht es uns doch nicht so schwer: Wer mit iPhone oder E90 unterwegs ist, will nicht hochoptimierte Dot-Mobi Seiten. wir kämpfen uns durch – aber es sollte dann wenigstens funktionieren!

Wenn man nicht auf Auswahllisten, die per JavaScript gefüllt werden verzichten will, dann sollte man diese Felder wenigstens nicht zum Pflichtfeld deklarieren. Das bringt auch was für Desktop-Nutzer, die mit NoScript surfen.

Es scheint so, als kämen die Designwünsche der Desktop-Nerds (Liquid Width, JavaSCript nicht notwendig, etc.) über die mobilen Endgeräte nun endlich im Mainstream an… Jetzt müssen es nur noch die Designer merken 😉

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