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Wikipedia vs. Spoilerwarnung

Spoilerwarnung: Achtung! Dieser Artikel enthält Darstellung, die Ihre Meinung über die deutsche Wikipedia negativ beeinflussen könnten.

Spoiler-Warungen in Artikel über Filme oder über Bücher warnen den Leser vor Abschnitten, in denen Handlungsdetails wiedergegeben werden, die den Genuss des Werkes schmälern können. (z.B. Wer Matrix noch nicht gesehen hat, sollte selbst entscheiden können, ob er weiterliest und erfährt, dass Neo wieder vom Tod erwacht, oder ob er seine Recherche vorher abbricht, um den Film noch mit voller Spannung anschauen zu können. Ooops – sorry 🙂

Bei der Deutschen Wikipedia sind Spoilerwarnungen unerwünscht.

Es wurde ausgiebig darüber diskutiert, und da ich bisher nichts zur Wikipedia beigetragen habe (ausser dass ich massiv darauf verlinke), habe ich eigentlich kein Stimmrecht. Aber dies ist meine virtuelle Presse, und hier darf ich meine Meinung darüber schreiben.

Die Argumente gegen eine Spoilerwarnung beschränken sich im Grunde auf

  • Das gehört nicht in eine Enzyklopädie
  • Wer nachschlägt will doch Informationen und braucht sich nicht zu wundern, wenn er diese erhält.

Wie schnell es doch ging, bis die Wikipedia zum Establishment geworden ist. Wer in einer Liga mit Brockhaus und Encyclopædia Britannica mitspielen will, der tut „soetwas“ nicht. Mit der gleichen Logik müsste man es ablehnen, dass jeder die Artikel bearbeiten darf. Wo wäre die Wikipedia, wenn man sich an die Regeln gehalten hätte, die „die Großen“ vorgaben? Die Wikipedia wurde so erfolgreich, weil sie eben diese Regeln mißachtet, ignoriert und somit neu geschrieben hat. Weil sie das Medium Internet voll ausgereizt hat, und somit genau den Werken überlegen war, denen sie jetzt nacheifert.

Hoffentlich werde ich nie so alt…

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