Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Bloggern und Jornalisten

Es könnte so einfach sein, wenn man sich gegenseitig akzeptieren würde. Ein kleines Lehrstück (via Nicu) aus Bukarest:

Ein Minister (Ludovic Orban? Verkehrsminister?) verursacht nach einer Party einen Verkehrsunfall, bei dem auch eine Person verletzt wird. Das Ministerium, die Polizei, die Rettungskräfte bestreiten so ziemlich alles – die Presse kann die Gerüchte nicht belegen.

Eine Bloggerin war aber Augenzeugin und hat das alles fotografiert. Und gebloggt. Die Presse nutzt die Photos als Beleg, und durch die Veröffentlichung in der Presse trauen sich weitere Augenzeugen auch auszusagen. Nach und nach kommen die Bestätigungen aus Ministerium, von der Polizei und auch von der Rettungsleitstelle. Drei Tage später ist die Story auf Seite 1 der rumanischen Tagespresse.

Wie lange wird der Minister noch durchhalten? Ist mir eigentlich egal. Aber die Geschichte zeigt, wie schön sich klassische Medien und “Web 2.0″ sich ergänzen könnten. Aus Deutschland hört man da nur andere Beispiele. Oder übersehe ich die Zusammenarbeit? Kann schon sein, denn oft höre ich drei bis vier Tage nachdem darüber gebloggt wurde, Beiträge zu den selben Themen im Fernsehen.

5 Responses to “Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Bloggern und Jornalisten”

  1. vio 19. Dezember 2007 at 13:38 #

    nur dass die bloggerin doch keine augenzeugin in dem richtigen sinne war.

  2. Stefan Waidele 19. Dezember 2007 at 18:47 #

    Soweit ich das verstehe kam sie dazu, als der Unfall vorbei war, aber noch rechtzeitig zum fotografieren.

    Gut, nicht Augenzeugin im strengen Sinne – aber es hat gereicht, den echten Augenzeugen die Angst zu nehmen.

    Ich gebe auch zu, dass ich Nicu hier auch mehr oder weniger ungeprüft zitiere – ich kann eben kein rumänisch. Aber wer weiß, vielleicht kommt die Geschichte ja bis in die deutschen Nachrichten. Dann haben wir die “offizielle Übersetzung” :)

  3. vio 19. Dezember 2007 at 21:40 #

    ha, ich dachte, du bist wenigstens ursprünglich aus rumänien.

    ist weidele ein jüdischer name? (no offense!)

    schöne grüße aus bad homburg:)

    wenn nicht, wie kommst du dazu, dich für solche geschichten zu interessieren? :)

  4. Stefan 20. Dezember 2007 at 18:20 #

    Hey, das waren drei Fragen:

    1. Bin Badenzer – auch wenn ich nicht genügend Ahnenforschung betrieben habe, um andere Einflüsse sicher auszuschließen.

    2. Der Name kommt (vielleicht? wahrscheinlich? angeblich?) von einem böhmischen Adelsgeschlecht. Ansonsten: siehe oben – andere Einflüsse sind nicht sicher auszuschließen. :) Ach ja: wAIdele – Ah, Ih :)

    3. Ich lese Nicu’s Blog, weil ihre GIMP und Inkscape Anleitungen einfach klasse sind. Dadurch wurde ich auf die Geschichte aufmerksam. Ich finde es klasse, wenn Vertuschungsversuche oder Ähnliches von “Großen” durch Mut und Aufmerksamkeit der “Kleinen” gekippt werden. Conspiracy Theory live! Spitze!

    Rückfrage: Ist das auf Deinem Blog Rumänisch? Kannst Du mich (uns) auf dem laufenden halten, falls sich mehr ergibt?

  5. vio 20. Dezember 2007 at 21:26 #

    geht klar.
    aber momentan ist alles ruhiger geworden und, ehrlich gesagt, ich freue mich darueber. wenn ich noch was wichtiges erfahre, melde ich mich.
    tschuess:)