Preisvergleich - immer und überall

datePosted on 22:42, November 13th, 2007 by Stefan

Auch wenn mein Nokia E90 mit seinem breiten Bildschirm (noch) nicht das typische “Mobil Web Endgerät”, aber heute hatte ich tatsächlich das Gefühl, von Menschenmassen durch die Straßen von New York getragen zu werden!

Shopping bei Toys’r'Us: “Ach hier ist ja X. Was kostet das bei Kidoh nochmal?” - “Moment, ich schau nach…5 € weniger. Dafür ist Y aber teurer - oh, das ist aber nicht vom gleichen Hersteller.” - “Dieses hier hat ein ‘Entdeckerbuch’ als Anleitung.” - “Das im Internet nur eine 16 Seiten-Broschüre”

Insgesamt ging das “Duell” zwei zu eins für Kidoh aus, was aber ohne weiteres an der recht kleinen Menge an verglichenen Artikeln liegen kann. Trotzdem kam mir der Satz meines BWL-Lehrers wieder in Erinnerung: “Die ideale Preisfindung funktioniert nur im idealen Markt. Dann, wenn alle Anbieter und alle Nachfrager an einem Punktmarkt zusammenkommen.” Und dann erklärete er uns, dass dieser Punktmarkt nicht lokal einmal auf einem Gemüsemarkt gegeben sei und dass er am ehesten bei den großen Rohstoffbörsen zu finden sei.

Es scheint, dass diese Erklärungen bald überdacht werden müssen. Mit dem Internet sind die Verbraucher in der Lage sich über Preise und Leistungen zu informieren. Mit dem mobilen Internet können sie das jederzeit, überall und spontan tun. Ein Albtraum für all die, die auf ein Image der Preiswertigkeit werben, bzw. Die dieses Image mit Werbung erschaffen und aufrecht erhalten. Denn mit jedem verkauftem Mobil-Internet-Device und jeder Mobil-Internet-Flatrate kann wieder ein Kunde sagen: “Ich bin doch nicht doof!”

Und was bedeutet das für Anbieter? Eigentlich ganz einfach: Man muss versuchen, sich an diesem “idealen Markt” so gut wie möglich zu präsentieren: Preise, Leistungen, Ausstattungsdetails. All das, was man der Konkurrenz eigentlich vorenthalten möchte muss rein ins Internet. Und nebenbei sollte die Website so gestaltet sein, dass sie auf mobilen Endgeräten gut aussehen. Nicht auf jedem Handy, aber wenigstens auf PDAs, Communicators und - nein, ich sag’s nicht, ich buchstabiere höchstens - dem i-p-h-o-n-e.

Disclaimer - Business:
Die in diesem Beitrag erwähnten Firmen bezahlen übrigens nicht für die Nennung ihrer Namen oder Produkte. Manche davon benutze ich, andere belächle ich. andere sind mir eigentlich ziemlich egal. findet selbst raus, wie die exakte Zuordnung ist :)

Disclaimer-Wirtschaftswissenschaft:
Sollte ich die Zitate aus meiner Zeit auf dem Wirstschaftsgymnasium irgendwie verhundst haben, so bitte ich um Entschuldigung. Sollte ich das ganze nach all den Jahren richtig geschildert haben, … Wow!
(Ach ja: Herr Groß, falls sie hier mitlesen: Schöne Grüße “vom Waidele” :) )

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