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Alternativen zu Google

Robert beobachtet: Nachdem Google ein Unternehmen mit einem innovativen Angebot aufkauft, geht’s anschließend bergab. Er unterstellt (IMO zurecht), dass Google sich günstig Konkurrenz wegkaufen will. In den Kommentaren wurde dann auch schnell der naheliegende Vergleich zu Microsoft gezogen – und nach Alternativen gefragt.

Meinermeinung wiegt es jedoch viel schwerer, dass Google aufgrund der vielen Dienste, die es anbietet sich ein umfassendes Bild von mir als Surfer machen kann. Und wo die Suche und Adsense-Werbung noch nicht ausreicht, um ein perfektes Profil von mir zu erstellen, da tut Analytics, Feedburner, Maps, DejaNews (das jetzt Google-Groups wurde?) und sonstiges den Rest.

Alternativen zu Microsoft sind bekannt: Ich benutze Linux, OpenOffice.org, Firefox und Thunderbird als bekannte Alternative zu Windows, MS Office, Internet Explorer und Outlook – Bin zufrieden damit.

Also, hier sind die Google-Alternativen, die ich nutze:

  • Suche: Habe zwar immer wieder mal ask.com ausprobiert, finde aber, dass die Ergebnisse bei Google besser sind. Also bleibe ich hier bei “der Krake”.
  • Analytics: Auch wenn es heftige Kritik (aber bislang immer ohne Begründung) an AWstats gibt, so setzt ich es ein und bin zufrieden. Robots werden nicht als “gesehener Traffic” gewertet, die Zahlen sind jedoch trotzdem höher als bei Analytics da AWstats Kommentarspam-Versuche wohl mitzählt und Analytics Seitenbesucher mit blockiertem Javascript ignoriert. Aber da man “Besuche” eh’ nicht genau messen kann und es um den mittel- bis langfristigen Trend geht, ist es ja eigentlich egal, welches fehlerhafte Tool man benutzt.
  • Feedburner: Meine Feeds kommen direkt aus WordPress oder Serendipidy. Warum sollte es Google etwas angehen, dass Du meinen Feed aboniert hast?
  • Adsense: Habe ich aus diesem Blog hier rausgeworfen, weil das “Kosten-Nutzen Verhältnis” nicht gestimmt hat. Kosten? Die Möglichkeiten von Google die Nutzerdaten meiner Leser zu sammeln. Nutzen? ca. 70$ Werbeeinnahmen, die innerhalb des letzten Jahres aufliefen und noch lange nicht reif zur Auszahlung sind…
    Gerade jetzt beim Schreiben fällt mir auf, dass es ja nicht wirklich etwas bringt auf die Ads zu verzichten, und zu versuchen, die 100 US$ mit Empfehlungen vollmachen zu wollen. Google kommt ja immer nich an die Zugriffsstatistik. Mist
    Aber es ging ja um Alternativen: LinkLift (Achtung: Affiliate Link :) kann ich da nur empfehlen. Geregelte Einnahmen, die nicht direkt vom Traffic abhängen (Stichwort: Traffic-Huren)
  • Maps bzw. Earth: Bei TerraServer USA habe ich tatsächlich ein Bild des Hauses gefunden, in dem ich in den USA ein Jahr lange gewohnt habe. Das währe nichts besonderes, wäre die Auflösung in dieser Region bei GoogleMaps nicht zu grob um etwas zu erkennen, und die Luftaufnahme bei TerraServer nicht zu einem Zeitpunkt aufgenommen, an dem ich tatasächlich dort war! Bilder gibt es hier aber nur von den USA. Und ob ein “Umstieg” von Monopolist Google zu Monopolist Microsoft wirklich so sinnvoll ist, bezweifle ich auch :)
    Map24.de und goyellow.de nutzen anscheinen auch die Daten von Google, zumindest ist das Dach meinses Nachbarn genau so grau wie dort. Ich kann mich an einen Satellitenbilderdienst aus der Zeit vor Google-Maps erinnern, aber weiß nicht mehr, wo der zu finden war…
  • Site Search: Für meine Blogs reicht die Suchfunktion von WordPress. Für größere Seiten wie zum Beispiel LinuxBasics.org kann ich die Suchmaschiene ht://dig nur empfehlen. Dafür braucht man zwar einen eigenen Server und ordentlich Plattenplatz – aber das ist ja heute auch kein wirkliches Problem mehr. Als Gegenleistung bekommt man eine Suche, die frei zu konfigurieren ist und sogar “Fuzzy Searches” bietet.
  • Groups: Bei LinuxBasics.org verwenden wir hier Mailman um Mailinglisten zu verwalten. Einmal eingerichtet (nicht schwer), läuft das ganze äußerst zuverlässig und schmerzlos. SMF testen wir gerade da der nächste Kurs in einem Forum statt auf einer Mailingliste stattfinden soll. Scheint auch ganz nett zu sein, speziell die RSS-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen.

Generell lässt sich eigentlich sagen, dass mit einem eigenen Server und unter Nutzung von Software, die auf eben diesem läuft, man sich recht gut von Google frei machen kann. Man bekommt vielleicht nicht alle schicken Komfortfunktionen, aber sind es nicht genau die, die Google so unsympatisch machen? Analytics zeigte mir die Art der Internetanbindung meiner Besucher an! Das war dann doch ein wenig zu viel des Guten. Solche Dinge will ich gar nicht wissen…

Posted in Behavioral Targeting, Freedom, Linux, Opinons, Tech-Stuff.


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