Archive | Juli, 2007

Best Practice: Poseballs

Viele Usability-Regeln bestehen aus Offensichtlichem. Zum Beispiel, dass i.d.R. blaue Links auf Webseiten die “Klickbarkeit” am stärksten verdeutlichen.

Im Second Life Poseball Tutorial wird erklärt, wie man selbst “Animationskugeln” erstellt, und dabei wird auch beschrieben, wie diese meistens aussehen. Damit haben wir einen kleinen Leitfaden für benutzerfreundliche Poseballs:

  • Poseballs sind Kugeln
  • Der Durchmesser beträgt 0,25 Meter
  • Poseballs für weibliche Avatare sind pink (oder rot)
  • Poseballs für männliche Avatare sind blau (oder schwarz)
  • Geschlechtsneutrale Animationen sind in anderfarbigen Poseballs (Oft mit der Standarttestur “Plywood”, gelb)
  • Poseballs haben meist einen beschreibenden Text (Hovertext), der den Charakter der Animation erläutert (“Tango”, “Read Book”,…)
  • Der “Sitztext” ist meist entsprechend geändert (“Dance” oder “Read” anstatt “Sit here”)
  • Auch wenn Möbel die Animationen direkt beinhalten können, ist es meist benutzerfreundlicher, trozdem einen Poseball zu benutzen. (Ausnahme: Stühle oder andere Gegenstände mit einer einzigen – auch in RL offensichtlichen – Sitzmöglichkeit.)

3 Stühle, gleiche Funktion, unterschiedliche Usability

Ganz schön viel, was da an offensichtlichen Dingen zusammenkommt. Aber wie wichtig die einzelnen Punkte sind, sieht man spätestens dann, wenn sie nicht beachtet werden: Welcher der drei Stühle ist wohl der Beste? Der linke sieht zweifelsfrei am besten aus. Der rechte ist der Benutzerfreundlichste, da die Sitzmöglichkeit durch den Poseball zusätzlich verdeutlicht wird. Der mittlere dürfte wohl, trotz identischer Funktion, nur sehr bedingt den Eindruck hinterlassen, dass man darauf sitzen kann…

Usability: Best Practice und Worst Case

Markus Breuer will sich bei seinen Notizen aus der Provinz versärkt mit dem Thema “Usability in Virtuellen Welten” beschäftigen. Gute Idee!

Ganz so breit will ich dieses Thema nicht auffächern – bleiben wir doch einfach erst mal in Second Life. Hier gibt es genügend Usability-Baustellen, die nur zu sehr an die “Under construction” Websites der frühen 90er-Jahren erinnern.

In der soeben neu geschaffenen Kategorie “Usability” will ich Beispiele für gelungene und weniger gelungene Lösungsmöglichkeiten sammeln. Nicht um zu meckern, sondern um mit einfachen Mitteln zum Nachdenken anzuregen.

Ask.com: Don’t do Google’s evil

(via Basic Thinking)

Ask.com took a major step toward protecting protecting the privacy of its users when it announced yesterday that it would be launching a new tool that would allow users to use its search engine anonymously.

oder zu deutsch (und noch kürzer):

Ask.com kündigt eine Möglichkeit an, die Suchmaschiene anonym zu nutzen.

Mir ist zwar nicht klar, warum Ars Technica dies als “großen Schritt zum Schutz der Privatssphäre” nennt, schließlich sollte dieses “Killerfeature” eigentlich Selbstverständlichkeit sein. Aber in Zeiten der schier endlosen Datenspeicherung kann sich das echt zur unique selling proposition mausern.

Warum wurde Google so erfolgreich als Suchmaschiene? Durch gute Suchergebnisse und durch eine aufgeräumte Startseite (ohne Werbung, ohne Nachrichten, ohne alles). Das war damals ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber Lycos und Yahoo. Google gab den Surfern, was die Portale diesen nicht geben konnten oder wollten.

Wenn Google uns nicht unsere Privatssphäre gibt, dann holen wir sie uns eben dort, wo wir sie bekommen. Jetzt wollen wir nur hoffen, dass das keine Vaporware ist…

Die besten Parkplätze…

Die besten Parkplätze sind nicht die direkt am Eingang, sondern diejenigen direkt bei den Einkaufswägen

Offene Tabs

Nachdem ich letzte Woche ja einige Frauenversteherlinks gesetzt habe, muss ich wohl ein wenig für Ausgleich sorgen.

  • Der Mini-Schniedel hat es bis nach BoingBoing gebracht. Mehr Schniedel gibt’s hier. Typische Fall von zuerst im Blog und dann in der Zeitung.
  • Pixeljunkie.de hat die ultimative Lösung für das Terrorproblem: Alle Frauen müssen Nackt rumlaufen, alle Männer mit Bierdose in der Hand rumlaufen. Wer nicht mitmacht, muss ein moslemische Schläfer oder ein anderer religiöser Fanatiker sein. Bestechende Logik.
  • Roger bekommt vom Klimaschutz feuchte Träume. Na gut, wenn’s hilft :)
  • Und im Lawblog kommt “Mann” sich diskriminiert vor, weil Frauen knapper bekleidet ins Fitnessstudio dürfen. (Wer wird denn da dann benachteiligt?)
  • 3D MailboxIst das eine Satire? “Feed your SPAM to the sharks! hang out with your messages at the pool! Go where no E-Mail has gone before!” LOLROTFASTC! Für dieses Teil werde ich irgendwann einmal Windows booten! Wie da wohl entschieden wird, welche Mail von einer schlanken, blonden Schönheit dargestellt wird, und welche Nachricht von einem unrasierten Mann mit deutlich Übergewicht? Vielleicht will ich das ja gar nicht wissen.

So, nun sind wir aber sehr nah an der unteren Niveugrenze dieses Blogs. Und das sogar ohne Paris Hilton zu erwähnen…ooops. Also hier noch die restlichen Fundstücke:

Echtschuldigung

Da bloggt man über Apple, und die Tatsache, dass manche (aber eben nicht alle) Apples mögen. Und als Beispiel zitiert man eine Bloggerkollegin, die die anscheinende Minderheitenmeinug “Apple ist [suboptimal]” vertritt und stolz darauf ist, mit dieser Aussage die Suchergebnisse bei Google anzuführen.

Sch…Mist!!

Wie ich gestern festgestellen musste, habe ich Lena dadurch genau diesen Rang, auf den sie zurecht stolz war, geklaut. Und ich komme mir dafür richtig schlecht vor. Bitte glaubt es mir: Das war keine Absicht! Echt nicht! Entschuldigung…

Ich hoffe, Du hast Dir einen Screenshot gemacht. Denn auch wenn ich meinen Artikel geändert habe, inzwischen ist Golem.de auf Platz eins

Die Moral von der Geschichte: Ich pass in Zukunft auf die Gestaltung meiner Überschriften besser auf.

Zu teuer!

Gerade in den Nachrichten:

Sao Paulo:

  • Richter sperrt Landebahn für große Flugzeuge, weil keine Rillen gegen Aquaplaning vorhanden sind
  • Urteil wird aufgehoben. (Ich kann mir gut vorstellen, weil Rillen bzw. eine neue Landebahn zu teuer wären, weil die anderen Landebahnen nicht ausreichen, und die Landebahn ja eigendlich sicher sei.)
  • Flugzeugunfall, scheinbar wegen Aquaplaning

Japan:

  • Erdbeden
  • Reaktorbetreiber: “Keine Radioaktivität ist ausgetreten.”
  • Reaktorbetreiber: “Nur wenig Radioaktivität ist ausgetreten.”
  • Reaktorbetreiber: “Es ist mehr Radioaktivität ausgetreten, als wir bis jetzt zugegeben haben. Keine Gefahr für die Gesundheit.”

Atomdiskussion in Deutschland:

  • Politik (von den Grünen abhängig): “Wir steigen aus.”
  • Politik (von der Atomlobby abhängig): “Wir wollen aus dem Ausstieg aussteigen.”
  • Atomlobby: “Ausstieg ist zu teuer.”
  • Atomlobby: “Ohne Atomkraft geht es nicht.”
  • Atomlobby: “Unsere Reaktoren sind sicher”

In Sao Paulo kam es zum GAU, weil Sicherheitserwägungen nicht ernst genommen wurden. In Vattenfall und der Japanische Kraftwerksbetreiber zeigen uns, wie die Atomindustrie mit Gefahren umgeht.

Da kann ich nur ganz egoistisch hoffen, dass der nächste, “nicht-so-schlimme” Störfall nicht in Fessenheim passiert. Das AKW dort hat zwar nichts mit mit dem Deutschen Atomausstieg zu tun, aber man kann es von hier aus sehen…

AKW Fessenheim, Brennweite 300mm

Reichtum ist…

“Wenn einer immer zehn Pfennig mehr im Geldbeutel hat, als er gerade braucht – dann ist das ein reicher Mann.”

…so pflegte mein Opa immer zu sagen. Und auch zu Zeiten des Euros stimmt es noch. Nur eben mit 5 Cent :)

Geld verdienen mit neuen Blogs & Dosenpfand

Ein Artikel im Rahmes des Gruppen-Schreibprojekt zum Thema “Blogtipps für Einsteiger”, eine Idee von “Upload, Magazin für digitales Publizieren

Jack Daniels Cola - gefundene DoseKein Thema wird so heiß gekocht wie die unzähligen Möglichkeiten, mit Blogs Geld zu verdienen. Mein Tip dazu: Vergiss es!

Es ist äußerst unwahrscheinlich, mit einem privaten Blog zu Beginn auch nur die Hostinggebühren zu decken – aber das ist ja auch gar nicht der Sinn dieser Blogs. Diese Blogs sind (wie mein eigenes hier) in erster Linie dazu da, den Exhibitionismus des Bloggers zu befriedigen. In der vordigitalen Gesellschaft wurde dies in Leserbriefen an Zeitungen oder auch an Klowänden getan.

Aber warum sollte bei etwas was man gerne tut nicht hin und wieder ein Cocktail, eine DVD oder auch ein schickes Essen zu zweit rausspringen?

Hier sind drei Werbeprogramme, und die Erfahrungen die ich mit Ihnen gemacht habe:

Google Adsense

Wer kennt sie nicht, die Anzeigenblöcke der ehemals “Don’t do evil”-Suchmaschine? Man plaziert den Anzeigenblock auf der Seite, Google blendet Werbung ein, und wenn jemand draufklickt, wird einem Geld gutgeschrieben. Das Geld bekommt man wenn man die 100 US$-Grenze überschritten hat ausbezahlt. Wirklich zusammen kommt da nur bei richtig viel Traffic auf der Seite – wobei es Leute geben soll, die davon Leben. Ich bin jedenfalls schon über ein Jahr dabei, und habe gerade mal 60 US$ auf meinem Zettel. Mit Empfehlungen gibt es immer wieder einmal Sprünge, aber ansonsten kleckert es nur so vor sich hin. Wenn Du Dich über diesen Link ”

” anmeldest, und innerhalb von einem halben Jahr 5US$ Umsatz gemachst, dann bekomme ich auch 5US$ gutgeschrieben. Aber mach Dir nichts vor: Fünf Dollar sind eine Menge Holz für ein neues Blog!

Textlinks vermieten mit LinkLift.de

Über LinkLift kann man Textlinks auf seinem Blog vermieten. Der Preis richtet sich nach diversen Rankings, wobei anscheinend ein Google Page Rank von 3 notwendig ist. Man muss sich also schon eine gewisse Position im Web erarbeitet haben. Dann aber ist die Sache ganz einfach: Anmelden, Seiten einstellen und auf Kunden warten. Man bekommt die Links vor der Veröffentlichung zur Prüfung vorgelegt und hat 24 Stunden Zeit, diese Abzulehnen, falls die beworbene Site nicht passt. So habe ich nun 4 Links auf zwei Blogs (3 x PR 4, 1 x PR 3) vermietet, was mit pro Monat 45€ einbringt. Nicht schlecht.

Wenn sich jemand über meinen Affiliate-Link bei LinkLift.de anmeldet, und mindestens einen Monat eine Seite anbietet, bekomme ich sogar volle 15€ gutgeschrieben.

Beim regulären Programm, sind die Anforderungen bei LinkLift also höher als bei Google, beim Empfehlungsprogramm ist dies genau umgekehrt. Die Einnahmen kommen bei LinkLift eher in größeren Brocken, dafür aber seltener daher, bei Google ist es ein kostantes Tröpfeln im Centbereich.

Amazon Affiliate

Wenn ich über Bücher oder Musik blogge, und eh’ einen Link auf Amazon setzten will, warum soll ich dann nicht auch ein wenig dabei verdienen?

Beim Amazon Partnernet kann man entsprechende Links generieren lassen, und damit den Lesern entsprechende Empfehlungen aussprechen. Habe dieses Angebot noch nicht zu sehr genutzt – und dementsprechend auch erst 3 Klicks überhaupt auf die Anzeigen bekommen. Ausbezahlt wird ein Anteil vom Verkaufspreis, mein momentaner Kontostand: Null :) Darren von Problogger ist aber offensichtlich von diesem Programm überzeugt

Oder doch lieber Dosen sammeln?

Wer jeden Tag im Park eine Dose oder Flasche die immer noch zu Haufe in den Büschen liegen einsammelt, der verdient am Dosenpfand mehr, als ein Durchschnittsblogger. Robert Basic hat dies mit der Auswertung (Teil 2) seiner Umfrage zum Thema Blogeinnahmen viel besser gezeigt, als ich das von meiner Position aus kann.

Ich will niemandem die Illusionen nehmen (oder doch?)…jedenfalls braucht es einiges mehr als ein Blog, um im Internet reich zu werden. Unter anderem nämlich gute Ideen, die richtige Niesche und auch einiges an Glück.

Aber warum sollte man nicht mit den Möglichkeiten, die sich einem bieten Spielen – und sei es nur im “Dosenpfandbereich”. Wie gesagt: Es muss ja nicht gleich ein Haus sein – ein nettes Essen ist ja auch schon schön :)

Die Grenzen des Marketing

Die Grenzen des Marketing finden sich im Produkt:

Produkt – Das Produkt ist ein notwendiges Übel, welches die Kreativität des Marketings einschränkt und das Management dazu zwingt, Geld für andere Zwecke auszugeben als für sich selbst. Dummerweise ist das Produkt (welches je nach Ausrichtung des Unternehmens auch eine Dienstleistung sein kann) zumeist der einzige Weg (abgesehen von der Aktienausgabe), Geld einzunehmen.”

Gefunden im (sehr lesenwerten) Leitfaden von Christian Schmidt: “7 goldene Regeln des Reichtums