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Die Fürstenberg Brauerei, die schon seit Jahren das Freiburger Zelt-Musik-Festival ZMF sponsort, lädt regelmäßig Ihre Kunden (sprich Getränkehändler und Wirte) zu einem Abend im Clubzelt mit Konzertbesuch ein.
Vorgruppen sind arme Sch…KerleAber zunächst kam die große Enttäuschung: Seal hatte “seine Heidi” nicht mitgebracht, was die anwesenden Männer doch sehr traurig stimmte. Den Frauen (ca. 70% des Publikuns) wars recht. Als nächstes wurde “als besonderes Schmankerl” eine Vorgruppe angesagt, die aber dann nur aus einem Mann und seiner Gitarre bestand. Ich bin zwar nicht oft auf Konzerten, aber wenn ich um 20:00 Uhr Seal erwarte, und dann aber überraschenderweise erst eine Vorgruppe zu hören bekomme, dann ist das eine Situation, in der es die Vorgruppe sehr schwer hat, gegen diese “Enttäuschung” anzuspielen. Vorgruppen sind prima - bisher hat mich keine Enttäuscht. Auch ist es eine tolle Einrichtung, dass die großen Stars auf diese Art und Weise dem Nachwuchs die Chance geben, sich zu etablieren und Bühnenerfahrung zu gewinnen. Viel besser als durch Casingshows Stars zu züchten. Aber schreibt das doch auf ein Plakat am Eingang - dass weiß das Publikum, was kommt und ist nicht enttäuscht.
Josh KelleyBesagter Opener war also Josh Kelley, der Seal auf seinen Deutschlandkonzerten begleitet. Obwohl er normalerweise mit Band unterwegs ist, spielt er hier alleine mit seiner Gitarre. Absolut hörenswert, was er in der halben Stunde von sich gab. Auf MySpace gibt es auch Kostproben seiner Lieder zu hören. Von CD klingt Josh Kelley sehr viel poppiger und sanfter als live, aber das ist bei Meister Seal ja auch nicht anders. SealWas ich nicht verstehe ist, dass es nach Josh Kelley nochmal eine Pause von 20 Minuten gab, bevor dann Seal auf die Bühne kam. In dieser Zeit waren Roadies mit Umbauarbeiten beschäftigt. Aber warum muss da nochmal umgebaut werden? Josh hatte doch nur eine Gitarre unter dem Arm. Da hätte man doch den Rest schon fertig haben können, oder?
Egal: Was Seal dann ablieferte war eine prima Show mit allen großen Hits. Die Stimmung war richtig gut, und wir im Publikum durften auch ganz schön oft mitsingen. Nach einer starken Stunde ging die Band das erste Mal von der Bühne. Wir mussten aber nur ein Mal nach einer Zugabe bitten - diese ging dann nochmal fast 30 Minuten, wonach die Show dann die versprochenen 1:30 Std. lang war. Love’s divine, Crazy, Fly like an eagle, Kiss from a rose - alles noch ein bißchen Intensiver als vom Radio gewohnt. Bombastische Klänge, ausreichend Lautstärke und ein sichtlich gut gelaunter Seal machten die kleinen Kritikpunkte im Ablauf mehr als wett. Für diese Show hätte ich auch das Eintrittsgeld bezahlt. TarammtammtammtammIch habe wieder einmal erlebt, warum es sich eigentlich gar nicht lohnt, ein Handy mit eingebauter Kamera zu kaufen. Die Resultate kann man einfach vergessen. Dafür habe ich eine Anregung für mein eigenes Schlagzeugspiel mitgenommen: Seals Drummer spielt den High-Hat mit der linken Hand. Dadurch hat er eine offenere Haltung und die Rechte ist viel freier, um mit den Toms oder den Becken zu “arbeiten”. Das Ride muss dann auch links aufgebaut sein, was aber eigentlich Sinn macht - wer kam eigentlich auf die Idee, zwei Teile mit so ähnlichen Einsatzgebieten wie High Hat und Ride-Becken auf zwei unterschiedlichen Seiten des Drumsets zu stellen? Auch wenn ich nie mehr über den Level des “zur-CD-nebenhertrommelns” hinauskommen werde, habe ich heute schon diese (für mich) neue Technik (im Auto) geübt. Nach dem Konzert sind wir dann auch recht bald nach Hause gegeangen - man will ja die Babysittenden Schwiegereltern nicht zu sehr strapazieren, schließlich braucht man sie bald wieder einmal :)
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