Archive | Juni, 2007

BSD – und ewig lockt das Unix…

Hin und wieder bin ich versucht, meine Linux-Erfahrung zu nutzen und mich in Richtung BSD (Berkeley Software Distribution – Das ursprünglich an der gleichnamigen Universität gepflegte UNIX) fortzubilden.

Linux ist ein System, das mit dem Ziel UNIX ähnlich zu sein gestartet wurde. Dies gelang Linus Torvalds und seinen Helfern auch sehr gut, so dass Linux im “unixoiden” Bereich den Ton angiebt und selbst “echte” UNIXes sich bestreben, Linux-Programme ohne neue Übersetzung ausführen zu können.

Die verschiedenen Varianten von BSD stammen direkt vom At&T Unix ab, gehören also zur “Royal Familly”. Sie sind somit in einem Atemzug mit den Dinosauriern (positiv gemeint, echt!) AIX und Solaris zu nennen und bilden die Basis von MacOS X (und dem TCP/IP-Stack von Windows, aber das ist eine andere Geschichte :) .

So wie es verschiedene Linux-Distributionen gibt, so gibt es auch verschiedene Varianten von BSD:

  • FreeBSD: (Projektseite, Wikipedia) – Scheinbar die Version mit den meisten Software-Paketen
  • OpenBSD: (Projektseite, Wikipedia) – Brüstet sich mit der Tatsache, dass in über zehn Jahren nur zwei über das Netzwerk erreichbare Sicherheitslücken entdeckt worden sind. Zumindes in der Standartinstallation – welche nicht besonders viele Pakete beinhaltet. Trotzdem ist das eine beachtliche Leistung, die nur durch die komplette Ausrichtung auf Sicherheit zu erreichen ist. Ich habe OpenBSD vor ungefähr zwei Jahren ausprobiert. War recht interessant, besonders den Vergleich der nach dem Systemstart laufenden Prozesse: Die Auflistung per “top” füllte nicht einmal eine halbe Bildschirmseite. Ich habe dann aber die Hardware anders benötigt, bevor ich mich richtig einarbeiten konnte.
  • NetBSD: (Projektseite, Wikipedia) – Das BSD, das auf den meisten verschiedenen Hardwareplattformen läuft. Komischerweise ist die Projektseite momentan nicht erreichbar: “Fehler: Netzwerk-Zeitüberschreitung – Der Server unter www.netbsd.org braucht zu lange, um eine Antwort zu senden. “
  • Verschiedene Live-CDs: FreeSBIE, TrueBSD
  • Auf Desktop-User ausgerichtete Varianten: PCBSD, DesktopBSD
  • Von Flash-Medien bootbare Varianten: miniBSD (nanoBSD, picoBSD und penBSD werden zwar auch erwähnt, jedoch habe ich da keine brauchbaren Informationen finden.)

Also, ich lade mit jetzt einfach einmal FreeBSD herunter (” wget -r ftp://ftp.de.freebsd.org/pub/FreeBSD/ISO-IMAGES-i386/6.2″) und installiere es auf dem P4/1.8GHz den ich hier unter dem Schreibtisch stehen habe. Mal schauen wie ich damit zu Recht kommen werde.

Say no to Microsoft broken standard

sagt alles. Mein Vorschlag wäre zwar <ooxml /> gewesen, aber hey…

Eigentlich ist es ja schon unverschämt, dass Microsoft “OO” im Namen des Dateiformates verwendet. Weckt doch eindeutig Assoziationen zu OpenOffice, oder?

Joomla und die GPL – Lektionen für’s Leben

Das Joomla! Core-Team hat ein Lizenzproblem (englisch bzw. deutsch). Aber weniger ein Problem mit der Lizenz selbst, als mit den Ausnahmen, die sie bisher gemacht haben.

Kurz zusammengefasse: Joomla! steht unter der GPL (verständliche Erklärung). Die GPL erlaubt ziemlich viel, aber nicht das Erstellen von “abgeleiteten Werken”, die weniger frei lizenziert sind. Joomla-Erweiterungen sind jedoch technisch gesehen abgeleitete Werke (wie übrigens auch Linux-Treiber), womit sie eigentlich auch unter der GPLvertrieben werden müssten. Zunächst hat das Joomla Core-Team (wie zuvor das Mambo-Team) jedoch Closed-Source Erweiterungen toleriert. Nun will man Schritte zurück zur GPL-Konformität gehen (also mehr auf Einhaltung der Lizenz drängen), und die Hersteller von Closed-Source Erweiterungen fangen an Zeter-und-Mordio zu schreien.

Für mich wieder einmal ein Anlass, den Kopf ungläubig zu schütteln: Warum kapieren die Leute die GPL nicht? Oder wollen sie sie nicht kapieren?

Die Lizenz entscheidet, wer am Projekt mitarbeiten wird

Der laxe Umgang mit der eigene Lizenz kann ein Projekt lähmen, denn nur unter der gewälten Lizenz können Helfer mitarbeiten. Und diese Helfer entscheiden anhand der Lizenz, ob sie ihre Energie, ihr Geld und ihr Know-How einsetzen wollen oder nicht. Dies gilt so wohl für Open-Source-Coder/Firmen als auch für die Hersteller von unfreier Software. Die Lizenz entscheidet wer am Projekt mitarbeiten wird. Und die GPL ist aufgrund ihrer “garantierten Freiheit” bei vielen Entwicklern sehr beliebt.

Ich kann die Softwarefirmen, die anscheinend beachtliche Summen in Ihre Entwicklungen gesteckt haben, dass sie diese Investitionen jetzt nicht verlieren wollen. Wobei sich die Frage stellt, warum man offensichtlich gegen eine anerkannte Lizenz entwickelt hat, und nicht schon von Beginn an auf eine “Dual-Licence” gepocht hatte, die unfreie Erweiterungen erlauben würde. Wer beachtliche Summen in Softwareentwicklung steckt, sollte einen Teil davon in Rechtsberatung investieren.

Ich kann Open-Source-Entwickler verstehen, die sehen, dass Firmen auf ihrer Leistung aufbauen, ohne dafür die geforderte Gegenleistung zu erbringen. Diese Gegenleistung ist bei der GPL nun eben nicht Geld, sondern die Einhaltung der GPL.

Die Daunen im Wind verstreuen…

Aber auch das Joomla Core-Team hat einen Fehler gemacht, als es anfangs GPL-Verstöße duldete und vielleicht sogar förderte. Denn wer nicht auf sein Recht besteht, braucht sich nicht zu wundern, dass es bald nichts mehr wert ist. Lizenzen müssen unbedingt bewusst gewählt werden. Das ist bei Software nicht anders als bei Blogs. Wer eine Lizenz wählt, um dann Ausnahmen in Kernpunkten zu erlauben, der macht einen Fehler.

…und dann wieder einsammeln?

Nun sind die Ausnahmen in der Welt, wie soll man sie wieder wegschaffen? Wahrscheinlich ein Ding der Unmöglichkeit. Trotzdem gibt es mehrere Möglichkeiten, die Situation “zu lösen”:

  • Pochen auf strikte Einhaltung der GPL: Mit der hohen wahrscheinlichkeit von Gerichtlichen Auseinandersetzungen, die aufgrund der eingeräumten Ausnahmen nicht unbedingt zugunsten des Core-Teams ausgehen könnten.
  • Ein weiterer Fork: Das Core-Team forkt nochmals, um dann beim neuen Projekt auf strike Einhaltung der GPL pochen zu können. Joomla wäre dann von Core-Team nicht mehr supported, und neue Entwicklungen des Teams würden nicht mehr in die Version, die closed-sourced Erweiterungen unterstützt einfließen. ACHTUNG: Dies ist nur eine Scheinbare Lösung! Denn der bestehende Code wäre immer noch ausschließlich unter der GPL lizenziert. Für eine “Umlizenzierung” müssten alle Autoren ihre Einwilligung geben.
  • Erteilung einer offiziellen Ausnahmegenehmiging für bestehende Plugins: Bestehende Plugins dürften weiterhin bestehen. Neue Plugins müssten GPL-Konform veröffentlicht werden. Auch hier müssten alle Autoren zustimmen, da die Ausnahmegenehmigung eine Lizenzänderung wäre.

Ignoranz im Proprietären Lager

Was mich immer wieder erstaunt sind die Mentalen Blockaden bei den Herstellern von unfreier Software. Hier ein Beispiel von Merav Knafo: (Zitate aus ” GPL compliance issues are tearing Joomla! apart“)

Regardless, Knafo is vehemently against the idea of re-licensing her extensions. “We will never release our software as GPL, never!” She says the core team doesn’t understand what it is asking of the third-party developers. “The Joomla! core developers are very young. They don’t have a lot of real life experience. They don’t understand how things work in the real world. If you don’t compensate people in the real world, they’re not going to do it.”

Dass es immer zu solchem “Trash-Talking” kommen muss. Offensichtlich ist das Core-Team alt genug, um sehr gute Software zu schreiben. Sogar so gute Software, dass Knafos Firma diese als Basis für ihre eigene Entwicklung und wahrscheinlich sogar das ganze Geschäftsmodel gemacht haben. Da ist es nicht erfreulich, wenn dieses Modell bedroht wird, aber das Alter der Entwickler ist hier nur von untergeordneter Bedeutung.

Knafo says she and other third-party developers are looking at all their options. “There are many thoughts about creating a fork that’s friendly to commercial developers,” she says. “Then there will be Joomla!, with lots of free extensions but no commercial ones, and a fork that has support for commercial extensions. This could be really bad for Joomla!. If they leave us no choice, we will do that. We have already put so much effort into this, and we want to keep doing business.”

Wie oben erwähnt, ist auch ein Fork in der Lizenzwahl nicht frei. Die Urheber des Codes können Urheberrechtsverletzungen verfolgen (oder nicht) egal wo sich ihr Code befindet. Den Cised-Source Firmen bliebe also nur die Neuentwicklung eines CMS, das dann mit Joomla in Konkurrenz stehen würde. Ob dieses dann so erfolgreich sein würde, müsste sich erst noch zeigen. Außerdem hat sich gezeigt, dass die “Freien Zweige” von Projekten meist eine bessere Entwicklung verzeichnen können, als die proprietären (siehe Netscape/Mozilla).

Und was lernen wir daraus?

Das Beispiel Joomla! zeigt, dass es für jedes Projekt sehr wichtig ist, bereits von Anfang an mit Bedacht eine Lizenz zu wählen. Von Ihr hängt die Akzeptanz des Projektes bei anderen Entwicklern und auch bei Fremdfirmen ab. Man muss davon ausgehen, dass die anfangs gewählte Lizenz nicht mehr veränderbar sein wird.

Und zweitens sollte man von Beginn an seiner gewählten Lizenz treu bleiben, und auf deren Einhaltung zu bestehen. Jede Ausnahme, wird es später schwerer machen, wieder “zurück zur Lizenz” zu kommen.

Ich hoffe sehr, dass das Joomla!-Projekt an diesem Streit wachen und nicht eingehen wird. Und damit meine ich sowohl das Core-Team, als auch die Hersteller von Plugins.

Gemeinsames Liedersingen am Lagerfeuer

Sebastian Küpers beschreibt die anscheinen recht positiven Erfahrungen mit Sprache in Second Life beim “ersten Voice-Webmontag in SL“. Bringt mir selbst erst einmal nichts, da wie der Second Life Insider (der Voice recht skeptisch sieht) berichtet, die Pinguine vorerst stumm bleiben werden.

Neun schlechte Gründe, Open Source NICHT zu wählen

Scheinbar habe ich mich in Steven J. Vaughan-Nichols getäuscht. Bisher dachte ich, dass er zwar über Linux schreibt, und dass sich seine Texte auch für Linux gut anhören, aber in den Details doch sehr viel MS-FUD durchschimmert.

In seinem Artikel über “Aüßerst schlechte Gründe, keine Open Source Software zu kaufen” bezieht er jedoch (für mich überraschend deutlich) position gegen Microsoft und für Open Source.

Die Welt ist auch hier nicht schwarz und weiß, sondern hat viele Zwischentöne.

Vokabeln lernen: Blog-Parade

Blog-Parade ist das neue deutsche Wort für den englischen Begriff “Blog Carnival

Ich find’s gut…

Entfernung Ihrer Webseite www.[...].de aus dem Google Index

Nachdem Shoprocker mit seiner Falschmeldung von vorgestern reichlich für Aufsehen gesorgt hat, ist auch schon der erste Spam von Trittbrettfahrern angekommen. Alle meine auf .DE registrierten Domains erhielten E-Mails mit folgendem Inhalt:

Sehr geehrter Seiteninhaber oder Webmaster der Domain www.[...].de,

bei der Indexierung Ihrer Webseiten mussten wir feststellen, dass auf Ihrer Seite Techniken angewendet werden, die gegen unsere Richtlinien
verstossen. Sie finden diese Richtlinien unter folgender Webadresse:

http://www.google.de/webmasters/guidelines.html

Um die Qualitaet unserer Suchmaschine sicherzustellen, haben wir bestimmte Webseiten zeitlich befristet aus unseren Suchergebnissen entfernt. Zurzeit sind Seiten von www.[...].de fuer eine Entfernung ueber einen Zeitraum von wenigstens 30 Tagen vorgesehen.

Wir haben auf Ihren Seiten insbesondere die Verwendung folgender Techniken festgestellt:

*Seiten wie z. B. [...].de, die zu Seiten wie z. B.
http://www.[...].de/index.htm mit Hilfe eines Redirects
weiterleiten, der nicht mit unseren Richtlinien konform ist.

Gerne wollen wir Ihre Seiten in unserem Index behalten. Wenn Sie wollen, dass Ihre Seiten wieder von uns akzeptiert werden, korrigieren oder
entfernen Sie bitte alle Seiten, die gegen unsere Richtlinien verstossen. Wenn dies erfolgt ist, besuchen Sie bitte die folgende
Webadresse, um weitere Informationen zu erhalten und einen Antrag auf Wiederaufnahme in unseren Suchindex zu stellen:

https://www.google.com/webmasters/sitemaps/reinclusion?hl=de

Mit freundlichen Gruessen

Google Search Quality Team

Ich habe mir tatsächlich die “Richtlinien für Webmaster” angeschait und von “Weiterleitungen” ist nur ein einziges Mal im Sinne von “irreführenden Weiterleitungen” die Rede. Also nicht von Weiterleitungen, die das www. vor der Adresse entfernt. Außerdem habe ich genau diese Weiterleitunger ja für die Benutzer der Seite gemacht, und nicht für die Suchmaschinen. (Und die Zahl der inhaltsgleichen Subdomains wird verringert, und nicht erhöht – siehe “Das Subdomain Problem” bei Sitrix.)

Aber wie gesagt: Schon die Menge alleine hatte die Nachrichten als Spam identifiziert. En Blick in die Quellen zeigt auch, dass die gefälschten Nachrichten von einem Rechner kommen, der sich zwar “gmail.com” nennt, jedoch “c-71-63-115-71.hsd1.va.comcast.net” heisst. Echte Google-Mail Nachrichten kommen über mehrere Google-Interne Stationen und dann (zumindest in einem Beispiel) über “py-out-1314.google.com” oder einem Kollegen.

Was will der Versender dieser Falschmeldungen erreichten? Die angegebenen URLs sind echte Google-Seiten, keine typischen Spam-URLs. Also will hier wahrscheinlich jemand nur Unruhe stiften und nutzt einen momentanen “Mini-Hype” aus, um seinen Schreckensnachrichten Gewicht und Authorität zu verleihen. Welch ein Idiot!

Ich weiß nicht wirklich ob der Spammer seine Idee durch den Artikel von Shoprocker bekommen hat, oder umgekehrt, oder ob die beiden komplett unabhängig voneinander sind. Trotzdem zeigt das ganze, wie schnell eine “Blog-Ente” weite Kreise ziehen kann, selbst wenn im zweiten Absatz das ganze schon aufgeklärt wird. Überschrift und Absatz Nr. 1 reicht vollkommen aus…

Memory Lane

Mr. Topf hat ein Video mit Eggy Lippman, der bereits seit dem Beta-Status Second Life Resident ist. Sehr interessant, was er über die frühen Tage zu sagen hat. Ebenfalls über Mr. Topf bin ich auch das SL-History-Wiki gestoßen. Sehr lesenswert!

Freiheit, Offenheit, Microsoft und jede Menge Mist

Heute ist wieder einer dieser Tage, an dem einige Artikel auf News-Seiten zusammenkommen, die einzeln gesehen nicht wirklich auffällig wären. Aber in der Kombination kann das ganze ich einfach nicht unkommentiert lassen.

Da ist zum Beispiel der Artikel von Steven J. Vaughan-Nichols, in dem er versucht die Gründe für die Verträge zwischen Microsoft und Linux-Firmen zu erklären. Sein Versuch: Gegenseitige Kompatibilität nutzt beiden Seiten.

Damit hat er recht. Aber er stellt die Sache verzerrt dar. Denn Microsoft hat in den letzten Jahren gezeigt, was Ihnen an Interoperabilität liegt: Absolut gar nichts. Das begann schon in den Zeiten von DOS, in denen mit jeder neuen Version neue Hürden für Mitbewerber wie Digital Research geschaffen wurden.

Linux bietet schon lange Interoperabilität zu Windows

Samba und die Remote Console sind zwei Beispiele dafür, dass die Open-Source Community auch ohne die Unterstützung von Microsoft Lösungen bereitstellt. Jedoch musste ich nach jedem Windows-Update meinen Samba-Server updaten und neu konfigurieren, um wieder auf die Dateien zugreifen zu können. Die Remote Console verschwand so weit ich noch weiß in der Versenkung, weil entsprechende Schlüßel nicht verbreitet werden durften.

OpenOffice.org hat das MS-Office Dateiformat inzwischen so gut im Griff, dass man diesem nicht mehr nachweinen muss. Und schwupps: MS kommt mit einem patentierten, neuen, nicht kompatiblen Dateiformat daher.

Daran kann man messen, wie sehr Microsoft an einer Interoperabilität liegt: Absolut gar nichts.

Einen Vergleich zwischen dem offenen ODF Dateiformat und dem nur scheinbar offenen OOXML findet sich bei O’Reilly. Eigentlich ist es ja schon eine Frechheit, das MS-Format “OO…” zu nennen, aber das ist eine andere Geschichte…

Startup – Lingo

Klasse Video von Mr. Topf: Die Barcamp-Session über Startups. (Das Abspielen des Videos hat bei mir unter Ubuntu/Firefox nicht funktioniert. Nach dem Download konnte ich es mir aber in Xine gut anschauen. MP3 gibt’s auch)

Wer ist der Kerl im roten T-Shirt?

Das einzige, was ich mir gewünscht hätte sind Einblendungen wer die Sprecher sind – aber hey – wer will schon gierig sein? Danke Christian, das Barcamp-Feeling für den Rest von uns ist super :)

Aufgrund des Videos habe ich mir nochmal ein Paar Definitionen rausgesucht:

VC – Venture Capital

zu Deutsch: Risikokapital bzw. Wagnisskapital.

Der Kapitalgeber investiert direkt in das Unternehmens, das Geld bildet also das Eigenkapital. Venture Capital wird also normalerweise nicht verzinst und zurückbezahlt, sondern der Kapitalgeber erzielt seinen Gewinn durch den (im idealfall) steigenden Unternehmenswert. Die Exit-Strategie entscheidet darüber, ob nach dem Ablauf der Finanierung die Anteile von den Gründern selbst oder von andern (Börsengang) gekauft werden.

BA – Business Angel

Venture Capitalist, der schon in sehr frühen Phasen in ein Unternehmen investiert (d.h. wenn es für “normale” VCs noch zu früh ist). Oft liegt der Schwerpunkt des Engagements hier auch im Bereich Erfahrungstransfer und in den Kontakten/Netzwerk des BAs

Corporate Venture – Joint Venture ?

Für “Corporate Venture habe ich keine Definition gefunden. Das was in der Barcamp-Session darüber gesagt wurde, hört sich wie ein “Joint Venture” an. Also ein Gemeinschaftsunternehmen, in diesem Fall zwischen dem Startup selbst und einem großen Kunden.

Ging im geschilderten Fall gerade noch gut, birgt aber große Risiken wegen der Abhängigkeit, die durch die Union zwischen Kapitalgeber und Großkunde entsteht.

Seed Capital

Kapital, das Startups bereits in der Konzeptionsphase erhalten.

FFF – Friends-Fools-Family

Noch vor dem Seed-Capital angesetzt. Möglichkeiten, an die absolut erste Finanzierung zu kommen. Für Gründungen jedoch meist nicht tragfähig genug…