BSD - und ewig lockt das Unix…
Hin und wieder bin ich versucht, meine Linux-Erfahrung zu nutzen und mich in Richtung BSD (Berkeley Software Distribution - Das ursprünglich an der gleichnamigen Universität gepflegte UNIX) fortzubilden.
Linux ist ein System, das mit dem Ziel UNIX ähnlich zu sein gestartet wurde. Dies gelang Linus Torvalds und seinen Helfern auch sehr gut, so dass Linux im “unixoiden” Bereich den Ton angiebt und selbst “echte” UNIXes sich bestreben, Linux-Programme ohne neue Übersetzung ausführen zu können.
Die verschiedenen Varianten von BSD stammen direkt vom At&T Unix ab, gehören also zur “Royal Familly”. Sie sind somit in einem Atemzug mit den Dinosauriern (positiv gemeint, echt!) AIX und Solaris zu nennen und bilden die Basis von MacOS X (und dem TCP/IP-Stack von Windows, aber das ist eine andere Geschichte :).
So wie es verschiedene Linux-Distributionen gibt, so gibt es auch verschiedene Varianten von BSD:
- FreeBSD: (Projektseite, Wikipedia) - Scheinbar die Version mit den meisten Software-Paketen
- OpenBSD: (Projektseite, Wikipedia) - Brüstet sich mit der Tatsache, dass in über zehn Jahren nur zwei über das Netzwerk erreichbare Sicherheitslücken entdeckt worden sind. Zumindes in der Standartinstallation - welche nicht besonders viele Pakete beinhaltet. Trotzdem ist das eine beachtliche Leistung, die nur durch die komplette Ausrichtung auf Sicherheit zu erreichen ist. Ich habe OpenBSD vor ungefähr zwei Jahren ausprobiert. War recht interessant, besonders den Vergleich der nach dem Systemstart laufenden Prozesse: Die Auflistung per “top” füllte nicht einmal eine halbe Bildschirmseite. Ich habe dann aber die Hardware anders benötigt, bevor ich mich richtig einarbeiten konnte.
- NetBSD: (Projektseite, Wikipedia) - Das BSD, das auf den meisten verschiedenen Hardwareplattformen läuft. Komischerweise ist die Projektseite momentan nicht erreichbar: “Fehler: Netzwerk-Zeitüberschreitung - Der Server unter www.netbsd.org braucht zu lange, um eine Antwort zu senden. “
- Verschiedene Live-CDs: FreeSBIE, TrueBSD
- Auf Desktop-User ausgerichtete Varianten: PCBSD, DesktopBSD
- Von Flash-Medien bootbare Varianten: miniBSD (nanoBSD, picoBSD und penBSD werden zwar auch erwähnt, jedoch habe ich da keine brauchbaren Informationen finden.)
Also, ich lade mit jetzt einfach einmal FreeBSD herunter (” wget -r ftp://ftp.de.freebsd.org/pub/FreeBSD/ISO-IMAGES-i386/6.2″) und installiere es auf dem P4/1.8GHz den ich hier unter dem Schreibtisch stehen habe. Mal schauen wie ich damit zu Recht kommen werde.


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