Freiheit, Offenheit, Microsoft und jede Menge Mist

datePosted on 22:20, June 18th, 2007 by Stefan

Heute ist wieder einer dieser Tage, an dem einige Artikel auf News-Seiten zusammenkommen, die einzeln gesehen nicht wirklich auffällig wären. Aber in der Kombination kann das ganze ich einfach nicht unkommentiert lassen.

Da ist zum Beispiel der Artikel von Steven J. Vaughan-Nichols, in dem er versucht die Gründe für die Verträge zwischen Microsoft und Linux-Firmen zu erklären. Sein Versuch: Gegenseitige Kompatibilität nutzt beiden Seiten.

Damit hat er recht. Aber er stellt die Sache verzerrt dar. Denn Microsoft hat in den letzten Jahren gezeigt, was Ihnen an Interoperabilität liegt: Absolut gar nichts. Das begann schon in den Zeiten von DOS, in denen mit jeder neuen Version neue Hürden für Mitbewerber wie Digital Research geschaffen wurden.

Linux bietet schon lange Interoperabilität zu Windows

Samba und die Remote Console sind zwei Beispiele dafür, dass die Open-Source Community auch ohne die Unterstützung von Microsoft Lösungen bereitstellt. Jedoch musste ich nach jedem Windows-Update meinen Samba-Server updaten und neu konfigurieren, um wieder auf die Dateien zugreifen zu können. Die Remote Console verschwand so weit ich noch weiß in der Versenkung, weil entsprechende Schlüßel nicht verbreitet werden durften.

OpenOffice.org hat das MS-Office Dateiformat inzwischen so gut im Griff, dass man diesem nicht mehr nachweinen muss. Und schwupps: MS kommt mit einem patentierten, neuen, nicht kompatiblen Dateiformat daher.

Daran kann man messen, wie sehr Microsoft an einer Interoperabilität liegt: Absolut gar nichts.

Einen Vergleich zwischen dem offenen ODF Dateiformat und dem nur scheinbar offenen OOXML findet sich bei O’Reilly. Eigentlich ist es ja schon eine Frechheit, das MS-Format “OO…” zu nennen, aber das ist eine andere Geschichte…

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Comments:

[...] Scheinbar habe ich mich in Steven J. Vaughan-Nichols getäuscht. Bisher dachte ich, dass er zwar über Linux schreibt, und dass sich seine Texte auch für Linux gut anhören, aber in den Details doch sehr viel MS-FUD durchschimmert. [...]