Archive | June, 2007

Die GPL V3 ist da (oder 999983 ist eine Primzahl)

Die dritte Version der GNU General Public License ist endlich fertig. Sie steht unter http://www.gnu.org/licenses/gpl-3.0.html zum Download bereit, auch wenn die GNU.org Homepage dies noch nicht mitbekommen hat.

Und wie kann man eine neue Lizenz besser willkommen heißen, als dass man direkt ein Programm entsprechend lizensiert? Also hier ist es: Mein erstes Projekt unter der GPL V3 – vielleicht ist es das erste überhaupt? :)


#! /usr/bin/perl -w

# (c) 2007 Stefan Waidele (Stefan@Waidele.info)

#    This program is free software; you can redistribute it and/or modify
#    it under the terms of the GNU General Public License as published by
#    the Free Software Foundation; either version 3 of the License, or
#    (at your option) any later version.
#
#    This program is distributed in the hope that it will be useful,
#    but WITHOUT ANY WARRANTY; without even the implied warranty of
#    MERCHANTABILITY or FITNESS FOR A PARTICULAR PURPOSE.  See the
#    GNU General Public License for more details.
#
#    You should have received a copy of the GNU General Public License
#    along with this program.  If not, see .

for ($i=2;$i< =1000000;$i++) {
    if (!$not_prime[$i]) {
	print "$in";
	for ($j=$i;$j<=1000000;$j+=$i) {
	    $not_prime[$j]=1;
	}
    }
}

Wie üblich für brandneue Open-Source Projekte alles noch ohne Erklärung, Installationsanleitung oder Manpages. Release fast, release often... Soviel sei verraten: Es handelt sich um eine Mathematik-Anwendung, das alle Primzahlen bis 1.000.000 ermittelt und ausgibt. Hey, es ist ein Anfang. Mit Version 15.8 machen wir dann vielleicht Mathematika Konkurrenz... :)

Kleine Menschen – Große Taten

Bei Minimiam und bei Drawn! – beides via Gargles

Systemadministrator-HOWTO

Ben Rockwood hat in seinem Blog seine Erfahrungen als Sysadmin destiliert. Meiner Meinung ist seine Admin-Ethik auch auf die meisten (alle?) anderen Berufe anwendbar.

Und wer jetzt Lust darauf hat, eine Karriere als Sysadmin zu beginnen, der kann auch noch hier vorbeischauen: Bastard Operator From Hell (Deutsche Übersetzungen, Wikipedia)

Second Life – für die, die auch ein Erstes haben

Also, da braucht es eine Firma in San Francisco, mit Servern in Californien und Texas, einen Bericht von Bernd Schmitz mit anschließendem Flamewar, um jemanden kennen zu lernen, der gerade einmal eine halbe Stunde von hier weg wohnt.

Dana hat dann auch noch etwas ernsthaftes über diese Treffen zu berichten :)

Meine Vorschläge für ein Solar-Sim waren folgende:

  • Elektronenmodell, das die Wandlung des Gleichstroms aus dem Panel in Wechselstrom für die Steckdose anschaulich macht. (Hat Berend auch schon vor)
  • Der reichlich vorhandene Platz könnte zu günstigen Konditionen an SL-Bewohner vermietet werden. Jedoch mit der Auflage, ein Gebäude mit Solaranlage zu errichten. Alternativ können auch fertige Gebäude mit Anlage vermietet werden. Hierdurch erhält man eine “natürliche” Trafficquelle.
  • Auto- und Motorradfahren ist ja anscheinen “in” in SL. Warum nicht eine Auswahl an Solarmobilen bereitstellen, mit der man eine “Tour de Sol” über das Sim machen kann.

Alles nur wilde Ideen, aber wenn auch nur eine davon umgesetzt wird, bin ich stolz wie Oskar :)

Die Zukunft von Closed Source

Der Artikel “OSS im Kernel ohne Chance” bei ProLinux zeigt, wie es einem vielversprechenden Projekt ergehen kann, wenn die rechtzeitige Öffnung verpasst wird.

Die Details können bei ProLinux nachgelesen werden, die brauche ich nicht mehr zu wiederholen. Trotzdem möchte ich die Tatsache nochmal beleuchten, dass das OpenSoundSystem mit einem gewaltigen Vorspung in die Linuxwelt gestartet war. Jedoch gab es ein Lizenzproblem (erinnert uns das an Joomla! – bzw. umgekehrt?), und die Linux-Entwickler lösten dies, indem sie einen freien Ersatz für OSS schufen: Die Advanced Linux Sound Architecture “ALSA”.

Und nun, wo es zu spät ist, wird OSS doch unter der GPL veröffentlicht – aber jetzt will es niemand mehr. Klar wäre es nun möglich OSS ohne Lizenzprobleme in den Linux-Kernel zu integrieren, aber warum soll man sich die Arbeit machen? ALSA funktioniert gut. Durch das Festhalten am alten Modell des Softwarevertriebs wurde ein gutes Projekt bedeutungslos.

Opera: Weder umsonst wie der IE, noch frei wie Firefox

Auch Opera ist ein Projekt, das aufgrund der Tatsache dass es weder “Free as in Beer” noch “Free as in Speech” (also weder umsonst noch frei) war viel von seinem Potential nicht nutzen konnte. Und die “OPERA Web Applications License“, die Opera dann doch öffnete, kam viel zu spät, um daran noch etwas zu ändern.

Second Life: Kam die Lizenzänderung rechtzeitig?

Ein sehr pominentes Projekt, das dabei ist die Lizenz zu ändern, ist Second Life. Nach langem hin und her wurde der Client (also sozusagen der “Browser”) unter die GPL gestellt. Die Server sind jedoch immer noch unfrei. Hier zeigen sich zwei Tendenzen: Proprietäre Module (z.B. für Sound oder die Simulation der Physik) hindern die Community Viewer die mit dem Orginal von Linden Labs vergleichbar sind zu erstellen. Hier dürfte es wahrscheinlich nicht mehr lange Dauern, bis entsprechend Ersatz geschaffen werden wird, sollten die Hersteller dieser Softwarebiliotheken nicht selbst ihre Lizenzen ändern. Dass bei Linden Lab die Wandlung zur Open-Source-Firma noch nicht komplett vollzogen ist, sieht man vor allem daran, dass weitere unfreie Erweiterungen integriert werden, wie jüngst bei der Sprachunterstützung geschehen.

Auf der anderen Seite gibt es unter OpenMetaverse einen Sammelpunkt von Projekten, die sowohl den GPL-Client anbieten, aber auch Sim-Server entwickelt haben, welche unter der freien BSD-Lizenz stehen. Zusammen mit der Technik, diese freien Sims zu freien Grids zusammenzuschließen macht die ganze Sache doch schon Sinn. Die Open-Source Communite sieht restriktive Lizenzen als Stöhrung an, und programiert drumherum.

Es ist Spannend zu sehen, wie sich Second Life entwickelt. Und ich bin der Überzeugung, dass es aufgrund der Lizenz entschieden wird, ob Second Life tatsächlich bestehen bleibt, oder trotz seinen Vorsprungs von einem der Konkurrenten aus dem Markt verdrängt werden wird, wie Compuserve, BTX und AOL schließlich vom WWW in die Bedeutungslosigkeit gedrängt wurden. Aber das habe ich ja schon vor fast einem Jahr gesagt

Spamming Second Life

So, jetzt ist es so weit: Ich habe meinen ersten Second Life Spam erhalten.

Ich war nicht in-world, als ich per E-Mail die Benachrichtigung erhielt, dass eine gewisse Louanna L. mir ein “Inventory Item” gegeben hat. Wie sich herausstellte handelte es sich um ein Landmark, das ich trotz des bezeichnenden Namens besuchte. Und tatsächlich traf ich dort auf Louanna, mit dem Gruppentag “Hostess” ausgezeichnet.

Auf meine Frage, ob wir uns kennen, bzw. warum sie mich bespamme bekam ich nach einigem hin- und her als Antwort nur einen “Platzverweis”. Ich wurde mit einer Vorwarnzeit von 15 Sekunden vom Grundstück geschmissen. Die ganze Unterhaltung war vorüber bevor der neue, ach-so-tolle Club ganz zu sehen war.

Schade auch. Hätte die Dame nur ein wenig Einsicht gezeigt – oder mir eine E-Mail mit Erklärung anstatt eines komentarloses Landmarks geschickt – dann hätte ich den tollen neuen Club hier vielleicht sogar vorgestellt. So geht der Vorfall nur als “Mein erster Second Life Spam” ins Blog ein…

Second Life für Ubuntu

GetDeb bietet ein .deb-Paket für Ubuntu an, das es erleichtern soll, Second Life zu installieren und aktuell zu halten.

Leider habe ich noch nicht herausgefunden, wie das Repository heißt, und somit habe ich es auch noch nicht in mein System integrieren können. Schade, denn wenn ich das Paket von Hand herunterladen und installieren muss, ist der zusätzliche Komfort wieder hinüber. Ich melde mich, wenn ich die entsprechende Zeile für /etc/apt/sources.list herausgefunden habe.

(via Second Life Insider)

Blogtipps für Anfänger

”Blogtipps

Prima Idee, die jedoch viele Mitwirkende braucht, um wirklich abzuheben:

Ich starte ein Gruppen-Schreibprojekt zum Thema “Blogtipps für Einsteiger”.

Alle Teilnehmer schreiben in ihren eigenen Blogs ihre Artikel. Und zwar während das Projekt läuft: Es beginnt am Montag, 16. Juli, und endet am Sonntag, 22. Juli. Ihr habt also drei Wochen Zeit zur Vorbereitung und eine Woche zum Veröffentlichen.
Das Thema ist “Blogtipps für Einsteiger”. Ob es dabei um den Inhalt geht, um technische Dinge, die besten Templates, Nutzerführung, Suchmaschinen-Optimierung, Plugins, Weblog-Systeme, Installationsanleitungen: egal. Es geht darum, dass Ihr Euer Wissen und Eure Erfahrungen mit anderen teilt. Überlegt einmal, welche Informationen Ihr beim Start Eures Weblogs besonders hilfreich fandet. Und teilt sie nun mit allen anderen Teilnehmern dieses Projekts und allen Lesern.

Ach ja, unter den Teilnehmern verlost Jan Tißler von Upload einhundert Euro, aber das soll ja nicht die Hauptmotivation sein. Es geht hier Ruhm und Ehre, und darum anderen das Bloggen ein bißchen leichter zu machen :)

Make Africa Wealthy

Das schöne am Internet ist, dass die Welt kleiner wird und man die Chance hat, auch aktuelle Dinge aus den Augen anderer Länder zu sehen. Ein Beispiel aus der Nähe ist zum Beispiel das Mike Saleminks DuchBlog. Die “Afrikanische Stimme” in meiner Blogroll ist Cherryflava. Dieses ist zwar sehr international ausgerichtet, man kann jedoch immer wieder den afrikanischen Betrachtungswinkel erkennen.

Zum Beispiel dieses Video, welches Entwicklungshilfe, Korruption und wie man Afrika helfen könnte behandelt:

Cherryflavas Kommentar: “…hört auf, Euer Geld herzuschenken. Nehmt lieber Geschäftsbeziehungen mit uns auf. Wir brauchen nicht Eure Almosen.

Oder das Zitat, das psfk.com am wichtigsten war: “Das Geld, das auf den bankkonten der Korrupten gelagert ist zurückzubekommen wäre besser, als alle Hilfe die wir momentan bekommen.”

Oder meine Ergänzung: “Es gibt hier [in Nigeria] einen riesigen Markt, von dem nur wenige Schlaue wissen”

Ultimate Tag Warrior – Mein Blog mit Tags

So, jetzt habe ich endlich den UTW installiert. Ging eigentlich ganz einfach – nachdem ich WordPress auf die aktuelle Version aktualisiert hatte. (Das Update war auch schon lange überfällig).

Die neuesten 15 Artikel habe ich auch brav “nachgetagged”. Genießt die Tag-Cloud schon einmal. “Related Posts” werde ich bei Gelegenheit einbauen und dann werden auch die Tag-Übersichtsseiten entsprechend dem Theme gestyled werden.