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My Virtual Press - because the freedom of press applies only to those who have one.
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Archive for ‘May, 2007’
Die technische Zukunft von Second Life ist heute das Thema in den deutschen SL-Blogs. Zwei ausführliche Artikel fanden sich im Feedreader, und ich werde nun wohl noch einen dazutun. Mr. Topf berichtet in “Wie man 1000 Avatare in Second Life auf eine Sim bekommt” ausführlich über die “Linden Office Hour” mit Ian Linden. Dort wurde erläutert, was der Grund für das 40-Avatar-pro-Sim-Limit ist, und wie Linden Labs dieses loswerden möchte. Markus Breuer berichtet über die Pläne von IBM, spezielle Server für virtuelle Welten zu bauen. Diese könnten dann das komplette Rendering übernehmen und die Resultate zu den Clients streamen. (”Was wirklich hinter IBM’s “Grossrechnern für virtuelle Welten” steckt“) Und genau dies war der Auslöser für mich, eine ganz gegensätzliche Zukunft zu zeichnen: Virtuelle Welten in einer P2P-Architektur Egal wie viele Flaschenhälse Linden Lab wegdesignt, egal wie viel Rechenpower IBM an das Problem wirft: Irgendwo wird immer eine Grenze sein, die nur mit “noch mehr Server” überschritten werden kann. Und genau da setzt das Prinzip des Peer-to-Peer Architektur (P2P) an: Jeder Client ist auch ein Server. Diese Art von Informationsverteilung wurde bereits zum Leid der Musik- und Filmindustrie mit Erfolg eingesetzt: Filesharing Netzwerke wie Napster verbreiteten Gigabyteweise Lieder und Filme - und wurden aufgrund der geltenden Urheberrechtsgesetze verboten. Aber die Technik funktioniert und wurde weiterentwickelt. Per BitTorrent kann die Last eines populären Downloads vom Server nehmen, und den Clients “aufbürden”. Robert Cringely ist begeistert von P2P - also muss es gut sein :) Umweg über das WWW Wenn wir eine normale Internetseite wie diese hier anschauen, dann ist es gut Möglich, dass nicht alle angezeigten Elemente von einem zentralen Server kommen. Der Webbrowser holt die Beschreibung der Seite vom Server, holt sich weitere Teile vom gleichen oder von anderen Servern. Manche Teile werden auch (per JavaScript) auf dem Cientrechner erzeugt. Also in etwa so: Ob die Zusammenhänge genau so sind sei dahingestellt. Aber vom Prinzip her zeigt es die Abläufe: Der Browser holt sich von verschiedenen Servern was er für die Anzeige braucht. Diese Server können wiederum Informationen von anderen Quellen abrufen, zusammenfügen, wiederverwerten, was auch immer. Und das ganze in einer vituellen 3D-Welt? Warum nicht. Der SL-Client ist eigentlich ein aufgebohrter 3D-Browser. Audio- und Video ist schon heute über Streams realisiert, die nicht direkt von den LL-Servern geliefert werden. Warum dieses Prinzip nicht auch für Texturen, Prims und Meshes benutzen? Eine Beschreibung der Region wird vom Server geladen. Aufgrund dieser Information kann der Client bestimmen, welche Elemente für seinen Benutzer sichtbar sind, und die entsprechenden Informationen von den jeweiligen Servern anfordern. In etwa so: Die Texturen werden von den (Web-)Servern des Projektes selbst geholt. Ein Werbeplakat wird vom Server des Werbenetzwerkes geholt, der auf weitere Datensammlungen zugreifen kann. Aber was ist mit Peer to Peer? Das P2P-Element kommt beim Avatar selbst zum tragen: Jeder Avatar wird auf dem jeweiligen Client gerendert. Die Animationen, Texturen und die eigentliche Form (das “Mesh”) liegen auf dem Client, und können somit weitaus detailierter sein, als bei zentraler Lageung und Verarbeitung. Oder sie werden von anderen Servern geholt. Jeder Client berechnet also seine eigene Figur. Wie genau er das tut, ist seine eigene Wahl. Da die anderen Clients jedoch den Avatar aus verschiedenen Winkel sehen, müsste dieser diese Berechnung für jeden Betrachtungswinkel tun. Auch wenn sich dies nach viel anhört, so lässt sich die Zahl der Winkel jedoch reduzieren. Es müssen auch keinen Fall mehr Winkel berechnet werden wie Avatare in Sichtweite sind. Auch können bei geringen Winkelabweichungen Bilder wiederverwendet werden. (Auch heute ist in SL das “gradgenaue Drehen” nicht möglich). Der fertig berechnete Avatar wir dann als Video-Schnipsel (mit transparentem Hintergrund) an die Clients in Sichtweite gestreamt. Diese Schnipsel wiederum werden dann in die jeweilige Szene eingeblendet. Je nach dem Aufwand den ein Bewohner des Metaverse betreibt, ist er für die anderen in besserer oder schlechterer Qualität zu sehen. (Wie in Snow Crash: SW-Avatare aus öffentlichen Terminals oder hochauflösende aus High-End Maschinen). Der wichtigste Punkt ist jedoch: Mit jedem Avatar mehr in einer Region kommt auch die entsprechende Rechenleistung fürs Rendern mit dazu.
Große P2P-Netzwerke machen den Providern anscheinend Angst, wie man bei NetworkWorld lesen kann. Jedoch jat sich seit 2003 auch einiges bei den Providern getan, und es ist davon auszugehen, dass die Bandbreite sowie die Rechenleistung der Prozessoren auch in Zukunft steigen wird. Und wann wird das passieren? Womit wir wieder bei IBMs Ansatz wären, dass in naher Zukunft Mainframes unsere 3D-Welten rendern werden. Das wird wahrscheinlich der nächste Schritt sein. Aber die Rechenleistung wird weiter steigen. Und spätestens dann, wenn die “Großrechner von morgen” unter unseren Schreibtisch passen (also: übermorgen) wird das Pendel wieder zurückschwingen, hin zu P2P. Und eines wissen wir doch alle: In der Computerindustrie kommt “Übermorgen” oft sehr schnell… …dann würde die Welt auch nicht untergehen. Denn inzwischen haben die echten hard-core SL-Bewohner haben längst Mittel und Wege gefunden, das Inventar ins echte Leben zu exportieren. Wer braucht noch eigene Metaverse-Server, wenn man das ganze doch auch Wirklichkeit werden kann: Acht Gründe, warum Frauen lieber alleine bleiben (via Things you don’t see every day) Also, gestern war Calli bei Stefan Raab und hat Werbung für sich und sein “Calli Island” in Second Life gemacht. Und ich muss sagen, seine Art damit umzugehen hat mir gefallen. Er nimmt die Sache nicht zu ernst, will nicht durch SL reich werden und macht im Gegensatz zu anderen “Promis” tatsächlich den Eindruck, selbst hinter seinem Avatar zu stehen. Also, nichts wie hin nach “Calli Island”. Schon in der Suche fallen die hohen Trafficzahlen auf. Scheint schon sehr beliebt zu sein. Und tatsächlich: Die insgesamt 4 Inseln sind gut besucht. Kann natürlich am gestrigen TV-Auftritt liegen. In der Welcome-Area wird man von Reiner Calmund begrüßt. Landkarten geben einen ersten Überblick über das Angebot, und ein weiblicher, erst wenige Tage alter Avatar will mich in einen Sex-Club abschleppen. Vielleicht sollte nächstes mal eher das EnBW-Trikot anziehen, anstatt meinen Blaze-Anzug… :) Ein Geschenk gab’s auch. Ich hab’s aber noch nicht ausgepackt. Über das Stadion bin ich schnell drübergeflogen, denn mein Ziel war die berformation an nördlichen Ende der Insel. Diese ist tatsächlich in Form eines Gesichts gestaltet. Hier bin ich Calmund dann erst einmal ein wenig auf der Nase herumgetanzt. Kann man im echten Leben auch nur, wenn man Reporter oder Promi ist :) Weiter gings dann zum “Fan Village”. Dieses Angebot ist noch nicht ganz fertig, hört sich aber gut an: Hier kann man Bungalows kostenlos mieten. Die Einrichtung bleibt einem selbst überlassen, sie muss nur zum Fußball-Thema der Insel passen. Als Gegenleistung will Calli, dass die Mieter täglich vorbeikommen, damit eine Fan-Community entstehen kann. Er selbst verspricht auch vorbeizuschauen und mitzudiskutieren. Hier bietet sich das Potential, den Hype aufzunehmen und zu nutzen um eine Community zu bauen, die sich dann auch ohne Hype selbst tragen kann.
Den Rest der Insel konnte ich aufgrund von Lag leider nicht mehr genauer anschauen, aber diese Sims sind sicher einen Besuch wert. Sehr gut hat mir gefallen, wie Calmund mit seinem Avatar umgeht: Wenn er selbst den Avatar steuert, so ist er mit “Yes, it’s me” gekennzeichnet. “Yes, it’s my wife” trägt der Avatar, wenn Frau Calmund die Kontrolle hat. Somit kann man davon ausgehen, dass auch andere Personen den Calli-Avatar steuern. Das ist meiner Meinung nach auch nicht schlimm, da ja eine Kennzeichnung deutlich anzeigt, ob man es mit dem “echten Calmund” zu tun hat, oder nur mit der “Figur Calmund”. Ich finde es bemerkenswert, dass sich Calli überhaupt selbst öffentlich in SL bewegt. Und jetzt will ich nur noch wissen, wie man die Traumhaften Framerates wie im Promotion-Video hinbekommt… :) …denn nach der Werbung erklärt Reiner Callmund Stefan Raab Second Life. May
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2007
Best Practices für Multiverse-VeranstaltungenUnter “Best Practices for organizing SL/Real World events” sind viele Erfahrungen mit “Weltübergreifenden Veranstaltungen” gesammelt. Lesenswert. (via “The Click heard around the world“) Für alle Paranoiker, Kasandrarufer und Endzeitpropheten: Jetzt patentieren “Sie” uns die Grundnahrungsmittel vom Teller weg! Mehr dazu bei Telepolis unter: “Meine schöne patentierte Sonnenblume“ Ich wollte Dir ‘ne Rose schneiden Dann wollt’ ich Dir ‘ne Tulpe plücken Oder Gänseblümchen rupfen Ich lass die Blumen lieber stehen, Drum, ich glaub’ Du hast es schon erraten,
Nähere Infos bei SLinside.de. Also: Wenn noch jemand für seine Idee einen “Traffikmagneten” braucht, dann würde ich mein In-World-Blogging Projekt für Euch aus der Schublade holen… :) Gefunden bei Bernd Schmitz. Oliver Gassner hat es bemerkt: Die Website der Krone ist ein Wiki. Er findet ’s cool, und ich fühle mich geehrt. Aber trotzdem gibt es da so ein Paar Dinge auf die ich noch Hinweisen möchte :) Die Kronen-Site ist nämlich ein unauffälliges Mash-Up…LOL Die eigentlichen Anpassungen von DokuWiki habe ich für LinuxBasics.org gemacht, nachdem Zope/Plone/ZWiki den Server in die Knie gezwungen hatte, und wir deshalb auf etwas “Leichteres” umsteigen wollten. Das ist das herrliche an freier Software wie DokuWiki: Wenn das Programm im Grunde genau das macht, was Du von ihm willst, und nur ein paar Kleinigkeiten fehlen. Dann ist es nämlich kein Problem, die Anpassungen vorzunehmen. Man darf das - man soll das sogar. Open Source at its best!
Im Grunde habe ich die ganzen “Formatierungen” im Template von DokuWiki entfernt, und die PHP-Funktionen so angeordnet, dass die wichtigen Daten (Seitenname, Inhalt, etc) an den richtigen Stellen angezeigt werden. Der Seiteninhalt kam in ein eigenen “DIV”, wodurch ich zwar das ganze Stylesheet leicht verändern musste, aber dafür andere Verwicklungen vermied. Die Navigation auf der linken Seite mit den aufklappbaren Kategorien ist handgemacht per PHP. LinuxBasics.org integriert dann auch noch die Suchmaschiene “ht://dig” und den Mailinglisten Manager “Mailman“. Beide kommen bei der Krone nicht zum Einsatz. Auch der PDF-Export macht bei der Kronen wenig Sinn. Also, von LBo war es dann nur noch ein kleiner Schritt zur Krone: Andere Farben, dritte Spalte für die aktuellen Hinweise und anderer Content. Das große Problem war bis vor kurzem die rechte Spalte mit den Veranstaltungshinweisen. Da diese fest im Template eingebaut waren, konnte ich nur sehr unkonfortabel Änderungen daran vornehmen. Die Folge war “mangelnde Aktualität”, um es vorsichtig auszudrücken. Was liegt also näher, als hier die Daten von zwei RSS-Feeds einzublenden. So wurde ich dann auch noch zum Gastro-Blogger. Im Kronenblog gibt es nun zwei Kategorien, in denen ich die “Kronen-News” und die “Events in der Region” kurz beschreibe. Diese werden dann per RSSlib ins HTML eingebunden. Zur “Positionsbestimmung” verwende ich Google-Maps und auch meinen Anfahrtsplan habe ich so noch nirgends gesehen. Diesen Sommer werde ich die Anfahrt per Video und YouTube ins Netz stellen. Das war letztes Jahr wegen Baustellen und schlechtem Wetter noch nicht machbar. Wer mehr über Wikis und deren Einsatz in Unternehmen wissen will, der kann sich bei der Wikipedia, im BWL zwei null Blog und auch auf diesen Seiten schlau machen: Why Wiki Works und WhyWikiDoesNotWork. (Sorry, kein Link gefunden) So, jetzt muss ich nur noch die Texte ins englische, französische und Niederländische übersetzen… Achtung: Dieser Link führt zu einem werbebeladenen Video, das als Produkt-Review getarnt ist. Was es dann wieder interessant macht, ist die Art in der David Pogue das Blackberry Curve vorstellt. Anstatt das neue “Smartphone” (mit dem man sogar telefonieren kann!) wie beim Teleshopping vorzuführen, hat er…aber seht selbst :) |