Archive | Mai, 2007

Virtuelles Geld?

Sehr lesenswerte _notiz aus der Provinz: “Auch die Profis merken, dass “virtuelle” Währungen reales Geld sind“. Aufgrund von diesem Artikel habe ich nochmal das Zitat rausgesucht, das meiner Meinung nach das beste Argument ist, wenn es um den Themenbereich “virtuelle/echte Güter”, “virtuelles/echtes Geld” geht:

Eines des größten Missverständnisse in diesem Zusammenhang ist vielleicht die Gegenüberstelleng “Virtuelle Güter” vs. “Reales Geld”. Es gibt kaum etwas Virtuelleres als Geld. Das meiste Geld besteht heutzutage nur noch aus abstrakten Zahlen in Datenbanken – wie ein virtuelles Haus. Und Münzen oder Banknoten haben nur deshalb einen Wert, weil sich die Menschen darauf geeinigt haben, Waren und Dienstleistungen dafür herzugeben. Die Zeiten, als Geld durch irgendwelche Edelmetalle in großen Tresoren abgesichert wurde, sind seit mehr als 50 Jahren vorbei.

(aus “Second Life FAQs #04: Wie kann man nur virtuelle Dinge mit ECHTEM Geld bezahlen?“)

Und wenn wir gerade beim RL-Bezug sind:
Im BWL zwei null Blog ist ein Interview mit Christian Scholz (alias Mr. Topf, alias Tao Takashi) zum Thema Second Life erschienen. Themen: SL im Bezug auf die Konkurrenz, Plattformübergreifende Standarts, gelungene Projekte in SL, etc.

Es ist gut zu sehen, das es auch in Deutschland einige Medienunternehmen sind, die (auch) Kompetenzen in Second Life haben, auch wenn diese nicht so viel Aufmerksamkeit erzeugen wie Millions of Us oder die Elecric Sheep Company.

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(inspiriert von Jörn Seemann, Erklärung hier.)

Virtuelles Handtuch

Da dies hier meine virtuelle Presse ist, kann ich hier auch virtuell mein Handtuch mit mir herumtragen:


Towel Day :: A tribute to Douglas Adams (1952-2001)

(Sähe doch etwas zu abgefahren aus, in der Rezeption mit Handtuch zu arbeiten. Dafür habe ich in eben dieser Rezeption Zahnbürsten, Waschlappen, Rasieraperate, eine Keksdose, Trinkflaschen, Landkarten, Regenschirme und vieles mehr, was ich vorbeikommenden Hitchhikern ohne weiteres leihen würde, wenn diese nur ihr Handtuch dabei haben :)

“More importantly, a towel has immense psychological value. For some reason, if a strag (strag: non-hitch hiker) discovers that a hitch hiker has his towel with him, he will automatically assume that he is also in possession of a toothbrush, face flannel, soap, tin of biscuits, flask, compass, map, ball of string, gnat spray, wet weather gear, space suit etc., etc. Furthermore, the strag will then happily lend the hitch hiker any of these or a dozen other items that the hitch hiker might accidentally have “lost”.”

(via Oliver Gassner)

Mein erster Sculptie: Ein Sektglas

Mit dem heutigen Update gibt es in Second Life nun auch “Sculpted Prims” oder kurz “Sculpies”. Mit dieser neuen Art von Primitives lassen sich unregelmäßig geformte Körper erstellen.

Hierfür ist entweder ein hochklassiges 3D-Programm zusammen mit einschlägiger Erfahrung, oder das kostenlose Programm Rokuro. Damit lassen sich zwar “nur” Rotationskörper erstellen, dafür geht das so einfach, dass sogar Leute wie ich damit umgehen können… :)

Also, Rokuro heruntergeladen, auf der virtuellen Drehbank mein erstes Sektglas hergestellt, und die Textur erstellt.

In Second Life stand ich dann aber vor dem Problem, dass ich nirgens den eigentlichen Prim erstellen konnte. Anscheinend gibt es noch kein Icon dafür. Als Workaround habe ich also einen Würfel geschaffen, und dann im “Object-Tab” den Typ des Prims auf “Sculpted” geändert. Zehn Lindendollar und einen Textur-Upload später ist mein Sektglas fertig.

Die Ersparniss beim Sektglas waren mindestens zwei Prims. Bei herkömmlicher Bauweise hätte ich mindestens drei Prims für das Sektglas benötigt (Fuß, Stil und Kelch). Mit richtigem 3D-Know-How kann man wahrscheinlich eine Menge Prims bei großen Bauwerken einsparen, und trotzdem ein besseres Ergebniss erzielen. Bin echt gespannt, was da auf uns zukommt, wenn die Builder Sculpies in großen Mengen einsetzen.

58 Jahre Grundgesetz

Das Grundgesetz feiert heute Geburtstag. Zur Feier des Tages ein kleiner Auszug und ein Paar Links:

Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.
(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

Der Text des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland findet sich zum Beispiel auf der Website des Bundestages. Wissenswertes zur Geschichte gibt es wie meist bei der Wikipedia.

Bereit für den Klimawandel

Der Bekleidungshersteller “Diesel” macht sich Gedanken, wie man sich am besten auf den kommenden Klimawandel einstellen kann. Passend zur Lifestyle-Ausrichtung der Firma geht es hierbei hauptsächlich um die Bereiche Sport und Freizeit

(via Cherryflava)

Flashgame: Missile 3D

Bei Missile 3D geht es darum, eine Rakete durch einen Tunell zu steuern. Das wäre an sich eigentlich nicht schwer, wären da nicht drehende Scheiben, mit unterschiedlichen Öffnungen. Diese müssen durchflogen werden…

Gibt es etwas größeres als Kino?

Der Artikel auf BoingBoing bzw. William Gibson selbst bringt die Sache auf den Punkt:

Kinofilme sind nicht die ultimative Form der Kreativität!

Wie lange warte ich schon auf die Kinofassung des Neuromacers? Und wie würde die dann Aussehen? Die Enttäusching wäre doch riesig!

Arthur C. Clarke hat 2001 für das Kino und als Buch paralel entwickelt, und trotzdem hat der Film nicht die Klasse des Buches. Kino-Liebhaber werden mir wahrscheinlich wiedersprechen, aber das Buch kann alleine bestehen (und der Leser kann es verstehen). Der Film ist ohne das Buch zu kennen nicht zugänglich.

Aber zurück zu Gibson’s Neuromancer: Hier werden der Cyberspace und die Matrix erdacht. Gibson beschrieb 1984 eine vernetzte Welt, wie wir Sie heute noch nicht ganz erreicht haben. Er beschreibt Hackerangriffe und Firewalls, verteilte Systeme und das Web3.D. Die Welt, die Gibson in seiner Trillogie entwickelt, wurde Schritt für Schritt real.

Und was will Hollywood da noch hinzutun?

Genießen wir Matrix als Kinofilm und Neuromancer als Buch – und auf keinen Fall umgekehrt. Es ist besser so und nicht anders herum :)

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Sculpies für den Rest von uns

Mr. Topf und Tao Takashi berichten fast zeitgleich über ein Hilfsmittel zur Erstellung von Sculpted Prims. (Würde zu gerne wissen, wer da bei wem abgeschrieben hat… ;)

Mit “ROKURO(lathe) for win32 -Sculpted Prim Maker version 0.5” lassen sich Rotationskörper erstellen. Obwohl das Programm recht flexibel erscheint (z.B. lassen sich auch “eckige Rotationskörper” erstellen), so kann es selbstverständlich nicht die 3D-Packete wie Blender ersetzen.

Aber wer (wie ich) nicht mit Blender & Co umgehen kann, der hat so doch eine Möglichkeit beeindruckende Sculpties zu erstellen. Dankeschön!

Fair use is not a right!

…it’s only a legal defense.

Das hab ich aus dem äußerst lehrreichen, lustigen und manchmal schwer verständlichem (wg. zusammengestückeltem Englisch) Film der Stanford University gelernt.

Sehenswert (via BoingBoing)