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Apr
24
2007
Damals Amiga, heute Apple? Oder Linux? (Fred Fish ist tot)Roger beschreibt seine Probleme einen Apple zu kaufen. Er sieht einen Mac als natürliche Fortführung seiner Amiga-Zeiten. Das verwundert mich ein wenig: Ich dachte bisher immer, dass ehemalige Atari ST Nutzer diejenigen sind, die auf Apple umsteigen (Musik & DTP). Ich habe zwar mit einem C64 angefangen, bin dann aber auch zum Amiga gewechselt. Ich finde heute viele Amiga-Konzepte in Linux wieder. Oder hatte der Amiga einfach schon viele Unix-Konzepte? Ich denke schon. Hier einige gemeinsamkeiten Schon beim Amiga war das Betriebssystem (Kickstart) von der grafischen Oberfläche (Workbench) getrennt, so wie es Linux und X11 heute noch sind. Der Amiga hatte auch sogenannte “Screens”, die unterschiedliche Auflösungen/Farbtiefen haben konnten und die man schick mit der Maus hoch und runter schieben konnte. Dies wird unter Unix/Linux mit unabhängigen X11-Servern realisiert. Ausßerdem gibt es auch die virtuellen Desktops. Der Amiga konnte schon damals im Gegensatz zum Atari ST/Apple Macintosh/DOS-Windows schon echtes Multitasking. Außerdem hatte der Amiga schon einen Kommandozeileninterpreter, der diesen Namen auch verdiente. Beides gab’s bei Apple sogar erst, als die auf Unix umgestellt haben. Skriptsprachen haben unter Linux ihren Siegeszug angetreten. Rexx auf dem Amiga war offensichtlich seiner Zeit vorraus. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich denke die Platten wurden beim Amiga ählich benannt (hd0/hd1 im Vergleich zu hda/hdb bei Linux). Aber der Micro-Emacs war schon beim Amiga 500 dabei. Wenn ich mich recht erinnere, war das der Lieblingseditor von Linus Torvalds… Und dann ist da noch ein Detail: Die sogenannte “Public Domain Software” trat auf dem Amiga ihren Siegeszug am. Zumindest nannte man das damals Public Domain oder kurz PD. “Fred Fish” war die Größe unter den PD-Distributoren. Jede seine “Fish Disks” (Disketten!) war bis zum Anschlag gefüllt, und das ganze wurde günstig per Post vertrieben. Das internet wie wir es heute kennen, gab es ja noch nicht. Kurz darauf kam die Erfolgsgeschichte auch beim PC an. Dort mutierte das Ganze dann aber schnell zu “Shareware“, die unter anderem von Pearl in Buggingen (heute in Auggen) vertrieben wurde. Pearl packte immer nur ein Programm auf eine Disk, und wurde durch den Shareware-Versand so groß, dass sie es auch überlebten, als Shareware-Disketten mit der Ankunft des Internets ganz schnell von der Bühne verschwanden. Fred Fish verstarb letzte Woche (am 20. April 2007) zu Haus in Idaho. Seine Fish Disks gibt es noch immer zum Download |
Comments:
Habe gerade noch das hier gefunden:
Die Firma Amiga kündigt 2 neue Modella an. Auf PowerPC Basis, mit AmigaOS 4:
http://gizmodo.com/gadgets/pcs/amiga-announcing-two-pcs-next-week-254851.php
Kickstart 1.3…
1989 habe ich mit dem Amiga 500 angefangen und somit gleich den C64/C128 übersprungen, mich also direkt ins Erwachsenenlager begeben. Der Amiga war sowieso vieeeel besser. Coole Grafik (wenn ich nur daran denke, wie ich tagelang die Listings zum 3D-…
[...] haben wir doch wieder in den Erinnerungen geschwelgt, und schon tauchen auch die Entsprechenden Einträge in den Logfiles des Webservers [...]