Archive | March, 2007

Was ist eigentlich eine “Killer-Plauze”?

Bei Wikipedia gibt’s weder die Definition für “Killer-Plautze” noch für die “Zellulitis-Peitsche”…aber muss ja auch nicht sein. Aber gelernt habe ich, dass es “Zellulite-Peitsche” heissen müsste. Aber da Raab eh’ bald fertig sein wir, ist das ja auch nicht so wichtig, oder? (Ach so, das wird ja auch mit ohne-TZ geschrieben :)

Behavioral targeting

Behavioral Targeting laut Wikipedia:

Behavioral Targeting is a technique used by online publishers and advertisers to increase the effectiveness of their campaigns. The idea is to observe a user’s online behavior anonymously and then serve the most relevant advertisement based on their behavior. Theoretically, this helps advertisers deliver their online advertisement to the users who are most likely to be influenced by them.

also in etwa:

Behavioral Targeting ist eine Vorgehensweise die von Onlinediensten und Werbetreibenden eingesetzt wird, um die Effektivität Ihrer Kampagnen zu steigern. Hiebei wird das Verhalten des Benutzers anonym beobachtet und basierend auf diesem Verhalten werden die relevantesten Anzeigen gezeigt. Die Theory besagt, dass dies den Werbetreibenden dabei hilft, Ihre Online-Werbung denjenigen Benutzer zu zeigen, die dadurch am ehesten beeinflusst werden.

Und wo bleibt der Mehrwert für den Nutzer? Davon habe ich nicht gelesen. Kunden wollen nicht beeinflusst werden.

Wie sieht Dein Kunde aus? Sieht Dein Kunde so aus, als wollte er gemolken werden? Dein Kunde will nicht optimiert und beeinflusst werden – außer von seiner Frau! :)

Sicherheit, Überwachung, Flash-Cookies und Behavioral Analysis

Wärend die demokratischen Institutionen noch über das Ob, Wie und Wieviel diskutieren, ist die freie Wirtschaft schon ein gutes Stück weiter. Sogenannte Flash-Cookies machen sich auf den Festplatten der Nutzer breit, ohne dass diese über normale Browserfunktionen zu löschen sind.

Gulli.com berichtet zwar, dass es auf Adobes Seiten eine Anleitung zum Entfernen der Supercookies bereitstellt, jedoch sind diese Seiten “Temporarily Unavailable”. Schade auch. Aber für den Firefox gibt es schon ein Plugin “objection”. Muss ich mir demnächst mal anschauen.

YouTube und Konsorten haben also schon seit geraumer Zeit die Möglichkeit, unserer Nutzerverhalten zu Analysieren.

Auch Second Life hat weitreichende Möglichkeiten, mit denen sogar Nutzer andere Nutzer überwachen können. Sebastian Küpers plant ein System, das Werbung über das ganze Grid verteilt auf den jeweiligen Betrachter abstimmt:

Ich habe mich in den letzten Wochen vermehrt mit den Jungs von nugg.ad über “Behavioral Targeting” Ansätze in Second Life unterhalten und wir werden in den nächsten Wochen einen Prototypen präsentieren, bei dem sich die Werbung – auf einem dafür speziell ausgerüsteten Werbeturm – seinem Betrachter und dem Kontext anpassen wird.

Die Techniken hierbei sind nicht neu: Objekte können feststellen, welche Avatare sich in der Umgebung aufhalten. Auf diese weise Kann der Betreiber eines Netzwerkes von Objekten (hier: Werbetürme) feststellen, wer sich wie lange und wie oft in welchen Regionen des Grids aufhält. Wer sich hauptsächlich in Newbie-Locations bewegt, bekommt andere Werbung als derjenige der sich regelmäßig in virtuellen Casinos herumtreibt.

Ja, ihr Werber, ich höre euch: Die Technik ist da und wird genutzt – warum nicht davon profitieren? Vielleicht weil es einfach nicht richtig ist. Ihr könnt euch lange einreden, dass gute, zielgerichtete Werbung eine Dienstleistung am Kunden ist. Das mag in Ansätzen stimmen, aber “Behavioral Targetting” ist schlicht und einfach Manipulation.

Ordnung in den Bildern!

Ich habe gerade für LinuxBasics.org eine neue Seite ins Wiki gestellt:
Sometime in Summertime:

Kurz auf deutsch: Die Bilder werden so umbenannt, dass Datum und Uhrzeit des Photos im Dateinamen sind. Ich LIEBE lange Dateinamen!


stw@notebook:~/some-pics$ for PIC in *.jpg ; do mv -v $PIC
Gone-Fishing_$(LANG=C exif -m -t "Date and Time" $PIC |
grep "Value:" | cut -c 10-28 |
sed -e "s/://g" -e "s/ /-/")-$PIC-snapshop-by-me.jpg
; done
„IMG_5355.jpg“ -> „Gone-Fishing_20070218-122214-IMG_5355.jpg-snapshop-by-me.jpg“
„IMG_5356.jpg“ -> „Gone-Fishing_20070218-122308-IMG_5356.jpg-snapshop-by-me.jpg“
„IMG_5357.jpg“ -> „Gone-Fishing_20070218-122316-IMG_5357.jpg-snapshop-by-me.jpg“
„IMG_5358.jpg“ -> „Gone-Fishing_20070218-122321-IMG_5358.jpg-snapshop-by-me.jpg“
„IMG_5359.jpg“ -> „Gone-Fishing_20070218-122336-IMG_5359.jpg-snapshop-by-me.jpg“
„IMG_5360.jpg“ -> „Gone-Fishing_20070218-122339-IMG_5360.jpg-snapshop-by-me.jpg“
„IMG_5361.jpg“ -> „Gone-Fishing_20070218-122344-IMG_5361.jpg-snapshop-by-me.jpg“
„IMG_5362.jpg“ -> „Gone-Fishing_20070218-125624-IMG_5362.jpg-snapshop-by-me.jpg“

Anschließend noch ein

mmv "*.jpg*.jpg" "#1#2.jpg"

und die Sache ist gut.

Weitere nette Sachen mit Linux und digitalen Bildern habe ich hier und hier.

Second Life ist die letzte Bastion des 20. Jahrhunderts

Mario Sixtus (via Basic Thinking):

Das einzig Dumme an der Sache: Second Life befindet sich ebenso wenig “im Internet”, wie Bad Salzuflen. Second Life ist ein Biotop, eine abgeschlossene Blase, die das Netz lediglich als Datentransportweg nutzt. Man könnte meinen, der Betreiber Linden Labs hätte Second Life als Beruhigungsmittel für Zukunftsscheue entwickelt: Zu guter Letzt ist das Leben im Netz auch für jene zu begreifen, die das Netz selbst nie begriffen haben. Second Life ist somit die letzte Bastion des 20-ten Jahrhunderts. Ein Asyl für Ewiggestrige und Veränderungsverweigerer. Die Zukunft sieht anders aus.

Recht hat er. Das Biotop LindenLab muss sich noch weiter öffnen. So wie heute jeder einen Webserver betreiben kann, muss jeder Interessierte einen “Metaverse-Server” betreiben können. Die Simulatoren werden dann nicht mehr Namen wie Kaufrausch oder Amsterdam tragen, sondern sl.Kaufrausch.de oder grid.Stefan.Waidele.info und werden über normale DNS-Server aufgelöst werden.

Nur so sind die Probleme mit dem Lag und vielem mehr zu lösen. Integriert das Metaverse endlich in das Internet!

Allerdings bezweifle ich, dass dies wirklich Mario Sixtus’ letzten Worte zu Second Life waren. Auch wenn die Firma und das Produkt sich verändern werden. Auch wenn es am ende vielleicht sogar eine andere Online-Welt sein wird: So etwas wie Second Life wird die Zukunt des Internet werden. Auch BTX, Compuserve und AOL waren nicht die “ultimative Datenautobahn”. Aber sie waren kommerzielle Vorläufer des Internets. Dieses existierte zwar schon, brauchte aber noch ein wenig mehr Zeit um massentauglich zu werden. Aber wir werden sehen…

Die Rückkehr der Klowand

“Ihre Quelle für handgemachtes Briefpapier.

Die Papierherstellung beginnt mit dem Sammeln und Verarbeiten der Elefanten-Flade. Elefantendung ist im allgemeinen reich an kurz- bis mittellangen Phasermaterialien die aus der Nahrung des Elefanten stammen. Hierraus lässt sich ein hervorragendes Papier machen.

Wir sammeln den natürlich getrockneten Elefantendung in Tierschutzparks und bringen ihn in unsere Papierfabrik…”

PooPooPaper.com

Und wer darauf sein Tagebuch schreibt, der hat sozusagen die “Klowand deluxe” :)

Update: Und prompt finde ich bei Robert folgenden Link auf wirklich sehenswerte Toiletten. LOLROTFASTC!

Nochmal Update (20.03.2010): Offensichtlich ist Elefantenscheiße äußerst vielseitig einsetzbar, wie man bei Nerdcore lesen kann…

Zweistellig in zwei Tagen

Wie vor einer Weile berichtet wurde, ist einer der Gründe, ein bestehendes Feed-Abo zu kündigen, die zu große Anzahl von Posts. Das kann ich gut verstehen, auch ich habe in meinem Feedreader einige “Powerposter” angesammelt. Das resultiert dann darin, dass ich meistens ein mal an Tag eine “Speedreading-Session” gemacht habe: Alle Ungelesenen Posts anzeigen, und dann durchklicken. Wir reden hier vielleicht von einer halben Sekunde, die jeder Überschrift Zeit hatte meine Aufmerksamkeit zu erregen. Da rutschten dann auch einige interessante Dinge durch.

Jetzt habe ich also fast zwei Tage keine Blogs gelesen (ca. 44 Stunden, sollte gut genug sein) und nutze die aufgelaufenen Artikel, meine Abonnements zu sortieren: Alle Blogs, bei denen in den letzten beiden Tagen 10 oder mehr Artikel veröffentlicht wurden, werden in den Ordner “2-Digit” einsortiert. Dann kann ich die Anderen in Ruhe anschauen, und nur noch die Massenblogs auf die Schnelle durchklicken.

Ein Paar Statistiken: Meine 113 Abonnierten Blogs veröffentlichten in ca. 44 Stunden statte 556 neue Posts. Viele Blogs hatten gar keine neuen Artikel – und nur 11 erreichten eine zweistellige Zahl. Diese elf sind jedoch für 381 Artikel verantwortlich! 10% meiner Abos generieren mehr als die Hälfte der Artikel! Puh!

Hier sind die “Postreichen Elf”:

iStockPhoto und die Lizenzbedingungen

Bei Robert ist eine Diskussion über iStockPhoto.com im Gange. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, mich durch die hellgrau auf weiß geschriebenen Lizenzbedingungen zu wühlen: Dabei frage ich mich, ob man iStockPhotos überhaupt auf Webseiten einbinden darf.

Ich lese da (frei, gekürzt und übersetzt):

Vorbehaltlich der Einschränkungen unter ‘Verbotene Nutzung’ darf man … Bilder mit einer Auflösung von maximal 800×600 in Webseiten einbinden. … Unter ‘Verbotene Nutzung’ wird es jedoch untersagt, die Bilder in einer Art und Weise zu Nutzen, die es möglich macht, das Bild auf einem ‘tragbaren Gerät’ weitergegeben kann. Außerdem darf man es nicht auf einem Webserver lagern, wo es andere Nutzen können. (Punkte 11 und 12)

sowie

Einerseits ist die Nutzung in der Werbung erlaubt, jedoch nur solange keine Gefahr zur Annahme besteht, die abgebildeten Personen würden das beworbene Produkt persönlich unterstützen. (Punkt 7)

Also, kein Model, das per Sprechblase behauptet: “Ich trage nur Stefan’s selbstgestrickte Socken, denn das sind die Besten!”. Schade auch.

Aber die Einschränkung mit dem Webserver gibt mir echt zu denken. Da haben wohl ein paar Anwälte das Internet nicht verstanden oder sind einfach über das Ziel hinausgeschossen. Sobald etwas im Internet publiziert wird, kann es auch einzeln (d.h. ohne die Webpage drumrum) elektronisch gespeichert, vervielfältigt und benutzt werden. Ob man das darf oder nicht, ist eine andere Frage, wie LindenLab wahrscheinlich bald zu spüren bekommt, wenn Erik Pöhler aka iRoybot Dada recht hat

Ach ja: Ich bin kein Anwalt. Rechtliche Auskünfte sind von diesem Artikel nicht zu erwarten!

Verteilt LL illegal Fontshop-Schriften?

Zumindest scheint Erik Pöhler auf einer entsprechenden Spur zu sein. Ich bin gespannt, wie die Sache sich entwickelt…

Dr. House und die Schweizer

Wer für die aktuelle Folge von Dr. House nicht bis Dienstag abend warten will, kann sie schon am Montag im Schweizer Fernsehen schauen.

Und da sag noch einer, die Eidgenossen seien Langsam…