Erfolgsfaktoren für SecondLife
oder: Was benötigt der künftige Web 3d-Marktführer?
Es ist ein offenes Geheimniss, dass der SecondLife Client so manchen Rechner in die Knie zwingt. Matias und Frank vom VisualBlog beschreiben ihr “User Experience”, dass diesen Namen nicht wirklich verdient. Robert Basic bemängelt in Second Life: Die Schattenseiten der Technik mangelnde technische Qualität, speziell im Vergleich zu anderen MMPORPGs wie World of Warcraft, sowie die Tatsache, dass SecondLife dem Hype der momentan generiert wird, nicht gerecht werden kann. Ein anderer Anbieter (Robert nennt Sony und EA beim Namen) könnte kommen und ein “besseres SL” erschaffen.
Es werden jedoch andere Faktoren sein, die darüber entscheiden, wer der künftige Marktführer in der virtuellen Realität werden wird. Meines Erachtens kommt es hauptsächlich auf die folgenden Punkte an:
- Externer Zugriff:
Kann ich meinen Avatar bzw. die Inventarliste auch außerhalb von SL verwalten, verändern? Kann ich dies mit Standartwerkzeugen (Texteditor) tun? Können selbsterstellte (oder gekaufte) Programme aus dem RL auf meinen Charakter in SL zugreifen? Kann ich ein Backup meines Inventars auf DVD brennen und im meinen Tresor legen? - Offene Server:
Muss ich mein “Sim” (die virtuelle Parzelle, die virtuelles Land und alles was sich darin/darauf befindet beherbergt) bei LindenLabs hosten lassen, oder können auch andere Server in das Metaverse integriert werden? Bestehen Schnittstellen zu anderen Anbietern? Kann ich selbst bestimmen, wieviel Leistung ich meinem Sim zukommen lasse? Diese Server sollten auch unterschiedliche Möglichkeiten anbieten können. So wie es jetzt schon in SL Regionen mit “Restricted llPush” und die Aufteilung in M und PG gibt, sollte es den Servern frei stehen, gewisse Merkmale zu implementieren oder nicht. - Integration des “Web 1.x/2.x”:
Kann ich meine E-Mails, Webseiten, RSS-Feeds, usw. in der virtuellen Realität lesen? Bearbeiten? Nur wenn ich in SL die Möglichkeiten habe, die ich auch auf meinem PC habe, kann ich den ganzen Arbeitstag im SL (produktiv) gestalten. - Integration in das “Web 1.x/2.x”:
Sämtliche Daten sollten von “normalen” URLs geladen und dorthin gespeichert werden können. Inventarlisten, Texturen, Kleidung, was auch immer sollten auf Servern im alten Web gehostet sein können. Mit HTTP und WebDAV stehen entsprechende Techniken schon zur Verfügung.
Hierdurch würde auch ein Performanceproblem entschärft werden, wenn die “SL-Sim-Server” die Referenzen bereit halten, die eigentlichen Daten aber von Webservern geliefert werden. Hier könnten sämtliche bekannten, getesteten, bewährten Optimierungsmethoden für Webserver zum tragen kommen (Load-Balancing, High-Availability, etc.). Dies erleichtert auch den “extenen Zugriffs” (s.o.).
SL-Shop und Web-Shop und RL-Lagerverwaltung können auf die gleiche Datenbank zugreifen. SL-Verkäufe werden direkt (wie Verkäufe aus dem Web-Shop) im regulären Buchhaltungssystem gebucht.
Wenn ich mein Inventar, meine Gebäude und meinen Avatar auf meinem Firmenserver hoste, dann hat sich auch das Problem mit dem Backup erledigt. - Integration ins “echte Leben”:
SL muss so mit RL verschmelzen wie es das “alte Internet” getan hat. Der Schritt in die virtualität darf nicht bewusst wahrnembar sein. Zumindest nicht mehr wie das Einsteigen in ein Auto, oder das Starten eines Webbrowsers. SL, Web und RL werden sich immer mehr ineinander vermischen. Erst wenn der Unterschied nicht mehr wahrgenommen wird, hat die virtuelle Realität Ihr Ziel erreicht.
Klar ist es nicht leicht, ein Monopol wie es die LindenLabs haben zu lockern und langfristig aufzugeben. Es ist meines Erachtens jedoch die einzige Möglichkeit, am Markt zu bestehen. Ein offenes System wird zwar Konkurrenten auf den Marktplatz bringen. Jedoch wird es verhindern, dass es zu viele Marktplätze gibt.
Die LindenLabs werden als Spezialisten mit Know-How Geld verdienen können. Als Virtual-Reality Hosting Company, sozusagen. Als Alleinanbieter von SL wird Ihnen jedoch das bevorstehen, was auch BTX/T-Online, CompuServe, AOL und MSN erleben mussten: As geschlossene Platform hatten alle keine Chance sich nachhaltig gegen die anderen durchzusetztn. Als dann der freie Konkurrent “Internet” kam, hatte keine der ursprünglichen Konzepte genügend Kick, zu bestehen.
Alle sind heute nur noch normale Anbieter, die sich mehr oder weniger gut in das offene System integriert haben.
Auch die Hersteller von geschlossenen Computersystemen (Comodore, Atari, Apple, Sinclair,…) mussten leidvoll erfahrem, dass Ihr Abstieg begann sobald ein Hersteller ein offener System, das auch Konkurrenten integriert angebotem hat. Außer Apple spielt hier keiner mehr bei den großen mit.
Widerstand ist zwecklos,…


[...] Erfolgsfaktoren für SecondLife :) [...]
[...] Mehr dazu auf meinen “ernsten Blog“… Posted by Stef Wade on Oct 28 2006 under RL, SL, technisches, philosophisches, geschäftliches [...]
Schaut Euch mal Active Wolrds an.
Active Worlds* ;D
Die Installationsanleitung muss kaputt sein. Geht bei mir nicht:
stw@notebook:~$ ./awb41.exe
run-detectors: unable to find an interpreter for ./awb41.exe
stw@notebook:~$ rm awb41.exe
gute Arbeit!
[...] Nur so sind die Probleme mit dem Lag und vielem mehr zu lösen. Integriert das Metaverse endlich in das Internet! [...]
[...] anderen auch: Eigentlich wissen wir nicht erst seit dem Vorfall zwischen Scoble und Facebook, dass unsere Daten eigentlich auch auf unsere Server gehören. Denn nur dort haben wir wirkliche Kontrolle [...]
[...] Ich habe zwar nur Bernd’s Video dazu gesehen, aber Qwaq schein sehr viel von dem umzusetzen, was ich mir schon vor ein-einhalb Jahren von Second Life gewünscht habe. Integration und eigene Ser… [...]
[...] wird, wie Compuserve, BTX und AOL schließlich vom WWW in die Bedeutungslosigkeit gedrängt wurden. Aber das habe ich ja schon vor fast einem Jahr gesagt… BSD, Business, Freedom, Linux, MyBlog, Opinons, [...]