Archive | March, 2006

EMI folgt Sony: DRM-Malware

Wie auf BoingBoing zu lesen ist, verbreitet jetzt auch EMI (zumindest in Brasilien) einen Kopierschutzmechanismus, der sich ohne die Einwilligung des Besitzers hartnäckig auf dessen Computer festsetzt:

After reading all the above, I decided to reject it, and pressed the “reject” button. Immediately a screen with the word “Initializing” appeared, the proprietary software was installed, and the music started to play in my computer using the proprietary EMI player, as if I had “accepted” the whole thing.”

Übersetzung: “Nachdem ich [den oben stehenden Lizenzvertrag, Anm. d. Übers.] gelesen hatte, entschied ich mich, diesen Abzulehnen, und drückte den “Ablehnen” Knopf. Sofort erschien eine Anzeige mit dem Wort: “Einrichtung”, die geschützte Software wurde installiert, und die Musik wurde vom EMI-eigenen Abspielprogramm abgespielt, als ob ich die ganze Sache “Akzeptiert” hätte.”

 http://www.boingboing.net/2006/03/24/emi_releases_brazili.html

Aus Fehlern anderer zu lernen ist wohl in der Unterhaltungsindustrie so schwer wie überall… Dabei könnte es doch so leicht sein: Konsumenten wollen kein DRM. Echte Raubkopierer werden von DRM nicht gestoppt. Also, lasst es doch einfach sein!

AsySound – Test: Derek K. Miller

[http://stefan.waidele.info/wordpress/zml/penmachine-thatsnodream.mp3] – “That’s no dream” by Derek K. Miller

Tickets für den Linuxtag zu verschenken!

Ich habe von den mir zugelosten Freikarten für den Linuxtag 2006 in Wiesbaden (3. – 6. Mai) noch einige zum weiterschenken übrig. Also: Wer noch keine hat schreibt einfach eine E-Mail mit dem Betreff “Freikarten Linuxtag – Ich will eine” an mich.

Die Reihenfolge des Maileingangs zählt. Keine Garantien, der Rechtsweg ist ausgeschlossen,… Ihr wisst ja wie das so ist :)

Details zum Linuxtag: www.linuxtag.org/2006/

Corrupt Disk – inferior Audio

Bei Telepolis ist ein interesanter Artikel erschienen, der die Möglichkeiten und Gefahren von modernen Kopieschutzmechanismen bei Unterhaltungselektronik aufzeigt:

“Bei DVD-Spielern fürs Wohnzimmer, die gar keinen Internetanschluss haben, werden diese Listen über die eingelegten Medien nachgeladen: wer sich eine neue Scheibe kauft und in sein Gerät schiebt, füttert dieses, bevor auch nur das erste Pixel des Filmbilds erscheint, mit einem Update. Wenn er Pech hat, stellt er anschließend fest, dass seine älteren Scheiben nicht mehr laufen oder gar das ganze Gerät scheinbar den Geist aufgegeben hat.”

“Sicher wird es früher oder später auch Scheiben geben, die man seinem ärgsten Feind schenkt und die nach dem Einlegen ins Gerät dieses mit einem Update der Liste verbotener Geräte abschalten, die schlichtweg alle bislang gebauten Geräte und Schlüssel enthält.”

Und wenn das dann soweit ist, dann ist die Situation so, wie unter Windows bei den E-Mails schon heute: Keine Anhänge mehr aufmachen (von niemandem), nur E-Mails von vertrauenswürdigen lesen und ständig Angst vor Phishing-Attacken. Übersetzt auf das Wohnzimmer im Jahre 2010: Nur DVDs (oder was immer dann aktuell ist) aus vertrauenswürdigen Quellen. Keine geschenkten Scheiben, und immer die Angst, das Angebot könnte sich als vireninfizierte Kopie herausstellen.

Und eines ist sicher: Professionelle Raubkopierer werden von den neuen Techniken nicht abgehalten. Im Gegenteil. Raubkopierer, deren Kopien ohne elektronische Fußfesseln benutzbar sind könnten Hochkonjungtur bekommen. Je mehr die Unterhaltungsindustrie die ehrliche Kundschaft gängelt, und je mehr sie das Recht zur Privatkopie durch Kopierschutz einschränkt, desto weniger wird der Verbraucher dieser Industrie vertrauen. Von Rootkits brauchen wir da noch gar nicht zu sprechen…

Kommentare in CSV-Dateien

Silke Schümann erwähnte im Templaterie Blog eine interessante Möglichkeit: CSV-Datensammlungen sind sehr viel besser zu wareten, wenn am Anfang der Dateien ein Kommentar steht, der Sinn und Verwendungszweck der Daten sowie das Datenformat erklärt. Dieser Kommentar ist nur für denjenigen gedacht, der diese Dateien von Hand ändert, oder ein Programm schreibt, das auf diese Daten zugreift. Bei der Auswertung der Daten soll der Kommentar ignoriert werden.

Offensichtlich in der Hoffnung, dass andere daraus lernen, beschreibt Silke einen Fehler, der Ihr unterlaufen ist. Sowohl das fehlerhafte, als auch ihr korrigiertes PHP-Skript sind im Templaterie Blog erläutert. Da mir die Idee sehr gut gefällt, habe ich sie noch ein wenig weiter verfolgt:

Die Testdaten sind unter http://stefan.waidele.info/php-ex/katalogtestdata.csv einzusehen. Sie entsprechen den Orginaldaten, sind jedpch “SFW”. Die Links zu den Skripten öffnen sich in neuen Browserfenstern. Sowohl das Skript als auch die Ausabe desselben sind zu sehen.

Kommentar überspringen 1: Falscher Ansatz

Wie Silke bereits feststellen musste, werden die Zeilen der Datei von der ersten bis zur letzten gelesen, auch wenn die Zählervariable im Skript schon viel weiter ist. Das Resultat kann man der Vollständigkeit halber hier sehen: http://stefan.waidele.info/php-ex/falsch.php.
Vorteil: Keiner
Nachteil: Falsches Ergebniss

Kommentar überspringen 2: Besserer Ansatz:

Der Zeilenzähler beginnt bei 0. Vor der Ausgabe wird geprüft, ob man schon an der 10. Zeile vorbei ist. Wenn ja, werden die Daten ausgegeben: http://stefan.waidele.info/php-ex/besser.php
Vorteil: Einfach (?) zu programmieren
Nachteile: Performance (Prüfung bei jedem Schleifendurchlauf), Feste Position und Größe des Kommentars, die Bedingung der Abrfrage muss in Abhängigkeit von der Schleifenimplementierung formuliert werden (Startet $row bei 0 oder 1? Inwiefern stimmt diese Zählung mit dem Editor überein? In meinem Beispiel wird ein Datensatz “irrtümlicherweise’ Ausgelassen)

Kommentar überspringen 3: Noch besserer Ansatz:

Der Kommentar wird in einer seperaten Schleife gelesen. Die Hauptschleife braucht sich nicht mehr um ihn zu kümmern und startet direkt bei den Daten: http://stefan.waidele.info/php-ex/nochbesser.php
Vor- und Nachteile: Wie bei 2, jedoch bessere Performance da weniger Abfragen erfolgen. Die Bedingungen der ersten Schleife (die den Kommentar überspringt) sind besser (weniger fehlerträchtig) zu formulieren.

Flexible Kommentare: IMO, der beste Ansatz:

Kommentare werden durch eine Raute gefolgt vom Feldtrenner am Zeilenanfang eingeleitet (hier: “#|”). In jeder Zeile wird auf dieses Zeichen geprüft. Es werden nur Daten ausgewertet. Kommentare (und Leerzeilen) werden übersprungen: http://stefan.waidele.info/php-ex/IMOambesten.php
Vorteil: Flexible, gut lesbare Datensammlungen (wichtig bei manueller Pflege), Sicher zu programmieren (kein ‘versehentlicher’ Verlust von Datensätzen)
Nachteile: Performance (2 Prüfungen bei jedem Schleifendurchlauf), Änderung der CSV-Datei (wg. anderem Kommentarsyntax, siehe: http://stefan.waidele.info/php-ex/katalogtestdata2.csv)

Fazit:

Auch wenn Aufgrund der guten Datenbankunterstützung in PHP die Benutzung selbstverwalteten CSV-Dateien meist nur die zweitbeste Lösung ist, kommt man manchmal nicht um diese herum. Dann ist es wichtig, die Daten möglichst Zukunftssicher und übersichtlich abzulegen. Werden die Dateien vom Benutzer im Editor verändert und somit zahlt sich der (leicht) erhöhte Aufwand beim Programieren auf jeden Fall aus.

Ich finde die Idee, CSV-Dateien mit Kommentaren und Leerzeilen lesbarer zu gestalten ausgesprochen gut. Vielen Dank an Silke Schümann für die Idee!

Image Galleries…

Brian mentioned he is working on “Not Another Gallery Generator“, because the app he was using was not supported anymore. The bad thing is: Although he released it under the GPL, he was about two days too late for me… I needed it sooner.

So, I took what I had already written for LinuxBasics.org, threw in some niffty tricks I found in an ImageMagick-Tutorial, along with a CSS from…well could have ALA or something.

The result can be found here: stefan.waidele.info/just-gallery/
Be sure to resize the browser-window when viewing the gallery :)

The script copies everything needed into one directory called “upload”. This can be uploaded to the webserver via FTP or even better SCP: “scp -r upload root@waidele.info:/where/ever/gallery”

This is the script: …/just-gallery/generate.sh

It needs two pieces of HTML (before.html and after.html) which defines the page in which the gallery should be placed in. Also, style.css is referred to in order to style the gallery page. The last piece is the TTF-font which also needs to be in the directory. (It will not be copied to the upload-direcory.)

If anybody finds this usefull, I can put together a tarball for easy download. Just ask for it :)

Interview with the maker of Kororaa

Did I mention that Kororaa is probably the best eye-candy since the invention of color-TV? DistroWatch has an Interview with Chris Smart, one of the two developers who do this distro.

If you have not seen the neat Xgl-technology on your own PC, you should check out the absolutely fabulous Kororaa Live-CD.

Also, nochmal auch Deutsch:

Kororaa ist wahrscheinlich das Beste für die Augen seit der Erfindung des Farbfernsehens! DistroWatch hat ein englisches Interview mit Chris Smart, einem der beiden Entwickler der Distribution.
Wer Xgl noch nicht auf einem eigenen PC gesehen hat, sollte schleunigst die Kororaa Live-CD ausprobieren.

Knoppix 5.0 DVD

Wie auch schon im letzten Jahr, erschien auch heuer zur CeBit die neue Version von Knoppix als DVD. Ich kann Herrn Knopper sehr gut verstehen, dass er die DVD-ISOs nicht zum Download von seinen Servern (oder dem Mirrors) anbietet. Das Problem ist für mich nur: Wie bekomme ich das Ding, ohne nach Hannover.de fahren zu müssen?

Kein Problem, inzwischen gibt es das ISO im Netz als Torrent:  http://torrent.kurz.net/KNOPPIX_V5.0DVD-2006-02-25-DE.iso.torrent

Siehe auch www.netzpolitik.org/2006/knoppix-50-erscheint-zur-cebit/ und www.netzpolitik.org/2006/knoppix-50-dvd-als-download/
Da bin ich ja mal gespannt… 0.4% der DVD hab ich schon…

MS Open Whatever V0.9 – Act now!

In his article “Defending Openness“, Glynn Moody explains how the next MS-ploy against Free and Open Software works:

“Even more dangerously, the company has named these new formats Microsoft Office Open XML. Note the word “open” here: Microsoft is using a term which hitherto stood in stark opposition to everything the company represents. By employing “open” in this way – however apparently minor or unimportant – it has begun a subtle process of devaluation.”

and

If Microsoft is allowed to continue with this ploy, “open” will gradually become just another generic marketing term like “leading-edge” or “user-friendly”: a term that everyone uses and which no longer has any real value.

“This is potentially an extremely damaging strategy, since it is hard to put back the power in a word once it has been drained away. Perhaps the only response is constant and vocal rejection of anything the Microsoft brands as “open” unless it is truly and completely open, through a detailed repudiation of any false claims that it makes in this regard.”

More (better?) AJAX resources

  • prototype
    “Prototype is a JavaScript framework that aims to ease development of dynamic web applications. Featuring a unique, easy-to-use toolkit for class-driven development and the nicest Ajax library around, Prototype is quickly becoming the codebase of choice for web application developers everywhere.”
  • Rico
    “JavaScript for Rich Internet Applications”
  • Behaviour
    It’s great to see public uptake of [AJAX] – but it worries me to see the influx of tags and onclick attributes into webpages.
    [...]
    After all the work of WASP and others to promote clean markup, valid pages and graceful degradataion via css – it sucks that we’re going back to tag soup days by throwing javascript tags into our html.
    [...]
    That’s why I came up with Behaviour – my solution to unobtrusive javascript behaviours.”