Die ersten Internetprovider wollen damit beginnen, gegen eine kleine Gebühr gewerbliche E-Mails an den Spamfiltern vorbei direkt an die Empfänger auszuliefern.
Auch wenn die zentrale Filterung von E-Mails umstritten war, bleibt hierbei die Frage, wer davon profitiert. Der Nutzer der Postfächer sicher nicht. Wenn Newsletter so gemacht sind, dass sie im Spamfilter hängenbleiben, dann sind entweder die Newsletter nicht gut gemacht, oder die Spamfilter sind zu streng.
Im Moment werden noch keine Mails blockiert, die nach dem alten System ausgeliefert wurden. Aber wie es bei solchen Sachen nun mal so ist: Es bedarf nur wenig Phantasie um zu sehen, was nach erfolgreicher Einführung dieses E-Portos für Erste-Klasse-Mails kommen wird: Früher oder später werden Begehrlichkeiten wach, auch normale E-Mails nur noch gegen zusätzliches Entgeld zu befördern.
Zusätzlich ist dieses Entgeld deshalb, weil man auch heute schon seinen Internetprovider (also auch AOL) bzw. seinen Freemailer (also auch Yahoo) bezahlt, damit dieser E-Mails weiterleitet. Entweder durch die Zugangsgebühren, oder durch die Werbung, die man zu ertragen bereit ist.
Zum Glück hat mich das (unter Linux nicht vorhandene) Einwahlprogramm von AOL schon im letzten Jahrtausend zu Internetprovidern getrieben, die Standarts beachten. Ich kann nur hoffen, dass diese dies auch weiterhin tun werden.